Deutsche Bank
- Maximilian Völkl

Deutsche Bank: Die Bären geben keine Ruhe

Die Aktie der Deutschen Bank gerät am Freitag erneut unter Druck. Nachdem eine Abstufung von Merryl Lynch bereits gestern die Papiere des deutschen Marktführers belastet hat, senkt nun Barclays ebenfalls das Kursziel. Die Experten sehen den fairen Wert statt bei 39 nur noch bei 38 Euro und bestätigten das Votum „Neutral“. Auch charttechnisch hat sich die Lage beim DAX-Titel inzwischen eingetrübt.

Die Deutsche Bank liefert ihren Anlegern nach wie vor wenig Grund zur Freude. Seitdem die Aktie zu Beginn des Jahres ein neues Zweijahreshoch aufgestellt hatte, zeigt der Weg wieder nach unten. Inzwischen ist der Kurs auf das alte Niveau des langfristigen Seitwärtskorridors zwischen 30 und 38 Euro zurückgefallen. Vor allem der schwache Start in das Jahr 2014 belastet laut Analysten den Kurs.

Unfähiges Management?

Merryl-Lynch-Analyst Michael Helsby stellt sich inzwischen die Frage, ob das Management überhaupt fähig ist, die Kosten über das geplante Maß hinaus zu senken. Da der Druck zur Bilanzbereinigung gleichzeitig sehr hoch sei, könnte die Aktie auch weiterhin mit einem Abschlag gehandelt werden.

Langer Atem gefragt

Aktionäre der Deutschen Bank benötigen viel Geduld. Das Management wird weitere Zeit brauchen, um alte Probleme zu beseitigen. Die Aktie ist jedoch mit einem KGV von neun nach wie vor sehr günstig bewertet. Das aktuelle Kaufniveau kann deshalb zum Einstieg genutzt werden. Ein Stopp bei 30,50 Euro sichert die Position ab.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Chinesen kommen

Die Deutsche Bank hat einen neuen Großaktionär. Laut hält Reuters hat das chinesische Finanzkonglomerat HNA für 755 Millionen Euro Aktien der Bank gekauft und hält damit mehr als drei Prozent der Anteile. Doch das könnte nur der Anfang sein: „Wir schließen nicht aus, unsere Beteiligung in moderatem … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Doch kein Postbank-Verkauf?

Obwohl Deutsche-Bank-CEO John Cryan bei der jüngsten Vorlage der Jahreszahlen kein Wort zur Postbank verlor, brennt das Thema den Anlegern weiter unter den Nägel: Im Raum steht ein Verkauf der Tochter oder eine Reintegration in den Mutterkonzern. JPMorgan hat sich jetzt zur Postbank geäußert. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Muss Ackermann zahlen?

Die derzeitige Krise der Deutschen Bank könnte auch durch Fehlverhalten ehemaliger Vorstände verursacht worden sein. Das zumindest prüft die Bank selbst. Bis zum 18. Mai sollten Aktionäre Klarheit haben, ob der Konzern deshalb von mehreren Ex-Vorständen Geld zurückfordern kann. Dann lädt das … mehr