Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank, Commerzbank und Co: Schrecken ohne Ende

Für die Aktionäre der Banken ist weiterhin kein Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Die Aktienkurse brechen auch am Dienstag ein. Ein Grund sind schwache Zahlen der Commerzbank.

Die Commerzbank-Aktie verliert am Dienstagvormittag acht Prozent auf 5,33 Euro, die Deutsche-Bank-Aktie büßt 3,7 Prozent ein auf 11,37 Euro. Für die Commerzbank-Aktie ist es der tiefste Stand aller Zeiten. Die Deutsche-Bank-Aktie ist nur noch einen Hauch davon entfernt.

Den Test der europäischen Bankenaufseher auf Krisenfestigkeit der Geldhäuser hatte zwar gezeigt, dass die deutschen Institute ausreichend mit Kapital ausgestattet sind, sie erfüllten die Anforderungen aber teils nur knapp. Bereits zum Wochenauftakt hatten die Anleger enttäuscht darauf reagiert und sich von Aktien getrennt.

Am Dienstag nun die nächste Schreckensmeldung aus dem Sektor: Die Commerzbank hat ihre Jahresziele aufgegeben. „Das Niedrigzinsumfeld und die anhaltende Kundenzurückhaltung (...) werden die Erträge trotz Wachstum weiter belasten“, heißt es im Zwischenbericht der Bank.

Vertrauen verspielt

Sowohl die mauen Ergebnisse beim Stresstest als auch die Gewinnwarnung der Commerzbank kommen nicht zwar überraschend. Überraschend ist vielmehr die heftige Reaktion des Marktes. Das zeigt, wie wenig Vertrauen die Börse in die Banken hat. Momentan hilft auch die günstige Bewertung nicht weiter. Commerzbank-Aktionäre beachten den Stopp bei 4,20 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Hedgefonds sollen`s richten

Die Deutsche Bank hat sich in den USA neben einer Strafzahlung im Hypothekenstreit auch verpflichtet Kunden Erleichterungen bei Immobilienkrediten zu gewähren. Üblich bei solchen Verfahren sind gestreckte Laufzeiten der Kredite oder niedrigere Zinsen. Das Volumen soll 4,1 Milliarden Dollar … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Wäsche wird nicht mehr sauber

Die Deutsche Bank hat ein Problem bei der Geldwäsche, genauer gesagt mit dem Chefermittler in diesem Segment. Nach Ulrich Göres verlässt jetzt Peter Hazlewood nach nur einem halben Jahr auf dem Posten den Konzern. Das berichtet das Manager-Magazin. Göres, der von der Erste Bank kam, hielt es auch … mehr