Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Absturz oder Rallye?

Schlechte Vorgaben von Wall Street und weitere brutale Restrukturierungsmaßnahmen beim Konkurrenten Credit Suisse beeinflussen am Mittwoch den Aktienkurs der Deutschen Bank. Nimmt der Titel trotzdem bald wieder Fahrt auf?


Die Schweizer Großbank Credit Suisse verschärft ihre Einschnitte im Investmentbanking. Der Konkurrent der Deutschen Bank will die Kosten weiter senken.

Konzernweit solle die Kostenbasis im laufenden Jahr um 1,7 Milliarden auf 19,8 Milliarden Schweizer Franken (18,2 Milliarden Euro) sinken, teilte die UBS-Rivalin am Mittwoch in Zürich mit. Weitere 2.000 Stellen in der Investmentbank sollen dafür gestrichen werden. Das Schweizer Privatkundengeschäft will die Credit Suisse im kommenden Jahr teilweise an die Börse bringen. Das Vorhaben sei auf Kurs, hieß es.

Die Bank hatte vor fünf Monaten einen weitreichenden Umbau ihres Geschäfts angekündigt. Der seit kurzem amtierende Unternehmenschef Tidjane Thiam will die risikogewichteten Vermögenswerte der Investmentbank-Sparte statt auf 83 bis 85 Milliarden US-Dollar jetzt auf rund 60 Milliarden Dollar zurückfahren.



Chance für Trader

Die Maßnahmen kommen an der Börse gut an, die Credit-Suisse-Aktie gewinnt 3,2 Prozent. Auch die Aktie der Deutschen Bank erholt sich, allerdings nur um 0,7 Prozent. Charttechnisch ist die Deutsche Bank noch angeschlagen. DER AKTIONÄR sieht aber das meiste Negative im Aktienkurs eingepreist. Mario Draghi hat mit seinen jüngsten Maßnahmen die Basis für eine gute Performance von Bank-Aktien in den kommenden Wochen gelegt. Mutige nutzen die aktuelle Kursschwäche zum Einstieg und setzen den Stopp bei 13,20 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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