Deutsche Bank
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Deutsche Bank: Zwei Warnsignale!

Die Deutsche-Bank-Aktie verliert am Montag 0,73 Prozent. Zwei Meldungen sorgen am Nachmittag für Irritationen. Demnach haben Insider am Donnerstag letzter Woche massiv Deutsche-Bank-Aktien abgegeben. Die beiden Co-CEOs Asia Pacific veräußerten Papiere im Wert von fast fünf Millionen Euro. Chadha Gunit erlöste 2,2 Millionen Euro und sein Kollege Alan Cloete ist nun 2,7 Millionen Euro reicher. In den letzten Monaten gab es bereits mehrere Insiderverkäufe, jedoch nicht in dieser Höhe.

Klar ist: die Verkäufe sind kein positives Zeichen. Doch überbewertet sollten die Transaktionen nicht. Oft verkaufen Insider schlicht, um Klumpenrisiken zu vermeiden, da der Großteil ihres Vermögens aus nur einer Aktie besteht.

Seit dem eindrucksvollen Intraday-Reversal nach dem Gewinneinbruch im dritten Quartal konsolidiert das Papier. Das liegt auch an der durchwachsenen Nachrichtenlage. Ende letzter Woche gab es Berichte, wonach der US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae das deutsche Kreditinstitut wegen mutmaßlicher Manipulation des Geldmarktzinssatzes Libor verklagt habe.

Dennoch: Der kurzfristige Aufwärtstrend ist intakt, wichtige Durchschnittslinien liegen als Unterstützung unter dem aktuellen Kurs. Anleger bleiben daher aus charttechnischer Sicht investiert.

Aktie günstig

Auch fundamental gibt es noch keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Die Aktie der Deutschen Bank ist mit einem 2014er-KGV von 8 eindeutig zu günstig. Der faire Wert liegt bei 45 Euro, der Stoppkurs sollte bei 29 Euro gesetzt werden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank schmeißt 3.200 Kunden raus

Die Deutsche Bank hat im Handelsbereich die Geschäftsbeziehungen zu 3.200 Kunden eingestellt, wie das Wall Street Journal berichtet. Dadurch sollen Kosten reduziert und die langfristige Stabilität der Bank gesichert werden. Bereits 2015 hatte CEO John Cryan gesagt, dass man sich von der Hälfte der … mehr