Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Woher soll das Geld kommen?

Auch wenn es am Ende wohl nicht bei den geforderten 12,5 Milliarden Euro bleibt: Für Deutsche- Bank-CEO John Cryan kommt die Strafzahlung zur Unzeit. Anleger machen sich große Sorgen um die Kapitalausstattung der Bank. Muss der Staat eingreifen?

Analysten gehen mittlerweile von weiteren Verlusten für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 bei der Deutschen Bank aus. Vieles deutet auf eine Kapitalerhöhung hin.

„Die Deutsche Bank wird diese Strafe nicht ohne Kapitalerhöhung bezahlen können“, sagte Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Institutes, gegenüber dem Handelsblatt. Nach Insideraussagen hat die Bank nämlich nur zwei bis drei Milliarden Euro für den Hypothekenstreit in den USA zurückgestellt, bei insgesamt 5,5 Milliarden Euro für Rechtsvergleiche. Experten rechnen zudem mit mindestens weiteren 3,3 Milliarden Euro für mögliche Strafen wegen Verfehlungen der Bank.

Nach Angaben des Handelsblattes würde die Eigenkapitalquote der Deutschen Bank bei jeder Milliarde Euro, die über den Wert von drei Milliarden hinausgeht, um 0,25 Prozentpunkte abschmelzen. Brisant daran: Die derzeitige Quote von 11,3 Prozent soll bis 2019 nach dem Willen der Finanzaufsicht auf mindestens 12,5 Prozent steigen.

Finger weg

Wer es nicht schon getan hat, sollte die Aktien der Deutschen Bank verkaufen. Durch die Milliarden-Strafe, die in den USA droht, ist die Unsicherheit für die Papiere groß. Cryan hat darüber hinaus noch andere Baustellen wie die niedrige Profitabilität und den schwelenden Geldwäsche-Skandal in Russland. Der AKTIONÄR rät, die Aktien der Deutschen Bank links liegen zu lassen.


 

Das ist die Börse

Autor: André Kostolany
ISBN: 9783864702372
Seiten: 208
Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Die Spekulation ist eine Kunst – eine Kunst, die Zeit und Geduld erfordert. In diesem Buch – seinem Erstlingswerk – nimmt uns Altmeister André Kostolany mit auf eine spannende Reise durch den Dschungel der Finanzwelt. Es ist verblüffend: Kostolanys Beobachtungen, die er vor über 50 Jahren mit den Augen eines Gentleman-Spekulanten machte, sind heute genauso gültig wie anno 1961. Am Ende der Lektüre sehen wir Leser die Börse mit anderen Augen. Zum 25. Verlagsjubiläum legt der Börsenbuchverlag den lange vergriffenen Klassiker in einer Jubiläumsausgabe neu auf. 

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Keine Fusion mit der Commerzbank

Im vergangenen Jahr gab es bereits erste Gespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank über eine mögliche Fusion. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung äußert sich jetzt Deutsche-Bank-Finanzvorstand James von Moltke erneut zu dem Thema. Außerdem gibt er Entwarnung, was die neuen … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Droht 2017 wieder ein Verlust?

Das Jahr 2016 haben Aktionäre der Deutschen Bank in böser Erinnerung. Damals schockte CEO John Cryan die Anteilseigener mit einem Verlust von 1,4 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr wollte der Konzern wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Doch ausgerechnet die lange erwartete US-Steuerreform könnte … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Outperformance gegenüber DAX

Aktionäre der Deutschen Bank konnten sich zuletzt freuen: In den vergangenen Monaten lief das Papier deutlich besser als der Gesamtindex DAX. Auf Sicht von zwölf Wochen hat der Titel annähernd 20 Prozent gewonnen, während der DAX nur um 6,4 Prozent zulegte. Wie geht es jetzt weiter? mehr