Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: "Schlimmste ist überstanden"

Die Aktie der Deutschen Bank gehört am Montag zu den Gewinnern im DAX. Auftrieb erhält das Papier des deutschen Marktführers durch eine positive Studie von HSBC. Analyst Robert Murphy sieht reichlich Potenzial für die Deutsche-Bank-Aktie, obwohl er das Kursziel gesenkt hat.

 

Murphy traut der Aktie nun nur noch 38 Euro zu nach 41 Euro. Die Einstufung lautet weiter auf „Übergewichten“. Bei den weltweit führenden Investmentbanken dürfte das Geschäft mit Währungen, Anleihen und Rohstoffen (FICC) im zweiten Quartal ähnlich schwach gelaufen sein wie im ersten Jahresviertel, meint der Experte. Das Schlimmste sollte aber hinter der Branche liegen. Das neue Kursziel für die Aktie der Deutschen Bank begründete der Experte mit der jüngst abgeschlossenen Kapitalerhöhung.

 

Potenzial von 100 Prozent

 

Besonders bullish für die Deutsche Bank ist nach wie vor Hans A. Bernecker. „Normalerweise müsste die Aktie doppelt so hoch stehen wie jetzt“, sagt der Herausgeber der Actien-Börse. „Voraussetzungen: Die Rechtsrisiken in den USA werden ausgeräumt und der Vorstand liefert endlich oder wird ausgetauscht.“

Chance für Mutige

 

DER AKTIONÄR und viele Analysten halten die Prozessrisiken für besonders Kurs belastend. Gegen das Unternehmen wird unter anderem wegen des Libor-Skandals und wegen Absprachen im Devisenhandel ermittelt. Möglicherweise muss die Deutsche Bank zehn Milliarden Euro an Strafen bezahlen. Die Ergebnisse der Verhandlungen werden in ein bis drei Jahren erwartet. Sobald sich hier Lösungen abzeichnen, wird die Aktie den Markt schlagen. Mutige Anleger steigen ein und setzen den Stoppkurs bei 20,50 Euro.

 

 

(Mit Material von dpa-AFX)

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