Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Postbank soll doch verkauft werden

Die Aktie der Deutschen Bank litt zuletzt auch unter widersprüchlichen Aussagen zur Postbank. Privatkundenvorstand Christian Sewing hat nun bestätigt, dass der Konzern am Verkauf der Tochter festhält. Eine gute Nachricht für Anleger?

„Wir planen weiterhin mit dem Verkauf der Postbank. Aber der Preis muss stimmen. Wir können warten“, so Privatkundenvorstand Sewing gegenüber der Bild-Zeitung. Die Deutsche Bank zögert schon länger mit dem Verkauf der Postbank, da im aktuellen Kapitalmarktumfeld kein angemessener Preis erzielt werden kann. Zwar leidet die Postbank ebenso wie ihre Konzernmutter unter den Niedrigzinsen. Mit einer Eigenkapitalrendite von 7,1 Prozent war die Bank im ersten Halbjahr 2016 aber wesentlich profitabler als die Deutsche Bank selbst. Die schaffte nicht mal eine Rendite von einem Prozent. Das starke Privatkundengeschäft befindet sich bei der Postbank. Bei einem Verkauf fiele die Ausrichtung der Deutschen Bank automatisch wieder auf das volatile Investment-Banking.

Niedrige Zinsen halten an

Wegen der Nullzinsphase müssen nach Ansicht von Sewing deutsche Banken Kosten an ihre Kunden weitergeben. Er geht vor allem von höheren Gebühren für Serviceleistungen wie Girokonten aus. Zudem rechnet die Deutsche Bank damit, dass das aktuelle Zinsumfeld noch mindestens drei Jahre bestehen wird. Allerdings sagte Sewing auch: Bei der Deutschen Bank wird es keine Negativzinsen für Privatkunden geben. Wie die Bank bei einem Verkauf der Postbank und anhaltender Niedrigzinsen dann den Turn-around schaffen will, bleibt aber offen.

Unveränderte Situation

Die weiterhin vorhandene Unsicherheit um die Postbank und die niedrigen Zinsen werden den Aktienkurs der Deutschen Bank noch länger begleiten. Charttechnisch ist der Abwärtstrend voll intakt. Schließt die Aktie die Bodenbildung ab, rückt der Widerstand bei 13/13,20 Euro in den Fokus. Trader können auf einen Ausbruch setzten, alle anderen verharren an der Seitenlinie.


 

Stocks on the Move
 

Autor: Clenow, Andreas
ISBN: 9783864703607
Seiten: 304
Erscheinungsdatum: 20.07.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Es ist gar nicht so schwer, den Markt zu schlagen. Dennoch versagen nahezu alle Investmentfonds regelmäßig bei dem Versuch. Hedgefondsmanager Andreas F. Clenow nimmt seine Leser mit hinter die Kulissen der Branche, um ihnen zu zeigen, warum das so ist und wie jeder Anleger die Fonds schlagen kann. Der Schlüssel dazu: Momentum-Investing. Es ist eine von nur sehr wenigen Methoden, die erwiesenermaßen konstant den Markt schlagen. In seinem Buch präsentiert Clenow die Methoden, mit denen eta blierte Hedgefonds ihre Ergebnisse erzielen. »Stocks on the Move« stellt einen rationalen Investmentansatz vor. Alle Regeln und alle Details werden erklärt, keine Frage bleibt offen.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Back to the roots

Deutsche-Bank-CEO John Cryan lässt beim Umbau des Unternehmens keinen Stein auf dem anderen. Doch genau das könnte sich auszahlen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Bank mit der neu gegründeten Kapitalmarktsparte Global Capital Management Großkonzerne vom Börsengang bis hin zu … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank bald günstigster DAX-Wert?

Bei der Deutschen Bank läuft es derzeit einfach. Letzte Woche konnte mit der Einigung um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor ein weiterer Rechtsstreit beigelegt werden. Die Bank bietet mit der neuen Kapitalmarktsparte für Unternehmen zudem nun eine Betreuung aus einem Guss an. Und wenn … mehr
| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Euribor-Streit beendet

Die Deutsche Bank kann eine weitere juristische Baustelle schließen: Im Rechtsstreit um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor wurde mit den US-Behörden am Montagabend eine vorläufige Einigung erzielt. Im freundlichen Gesamtmarkt kann die Aktie am Dienstag daraufhin moderat zulegen. mehr