Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Hammer-Einigung in den USA steht bevor, Aktie haussiert!

Nach Angaben des Manager-Magazins ist die Deutsche Bank bei ihrem größten Rechtsstreit überhaupt in den USA fast am Ziel. Eine Einigung soll unmittelbar bevorstehen. Räumt CEO John Cryan jetzt endlich auf bei den Rechtsstreitigkeiten?

Es wäre die Nachricht, auf die die Anleger lange gewartet haben: Die Deutsche Bank legt den aktuell größten Rechtsstreit in den USA mit einer Milliardenstrafe bei und räumt so viel Unsicherheit aus. Dazu könnte es schon bald kommen. Konkret geht es um Verstöße bei hypothekenbesicherten Wertpapieren aus Zeiten der Finanzkrise. Anfang nächster Woche soll die Deutsche Bank Post vom amerikanischen Justizministerium bekommen. Der Brief wird die konkreten Verstöße auflisten und die Strafe, die für eine Einstellung des Verfahrens anfällt, enthalten.

Das wird teuer!

Alle großen US-Banken mussten bisher für Verfehlungen bei Hypothekenpapieren hohe Strafen zahlen. Zuletzt wurde Goldman Sachs im Frühjahr 2016 zu einem Bußgeld von 2,1 Milliarden Euro verdonnert. Nach Insiderinformationen soll es für die Deutsche Bank deutlich teurer werden, sich freizukaufen. Über den Verhandlungsweg kann die Bank aber versuchen, die Strafe zu drücken. Aktuell hat das Geldhaus 5,5 Milliarden Euro für Rechtsrisiken zurückgestellt. Reicht das nicht, würden sofort wieder Sorgen um die Kapitalausstattung der Bank aufflammen.

Milliarden für Verstöße

Nichts hasst die Börse so sehr wie Unsicherheit. Deshalb hat die Nachricht über eine Einigung in dem Rechtsstreit die Deutsche Bank-Aktie heute an die DAX-Spitze katapultiert. Kann sich die Bank in den USA freikaufen, bleibt allerdings immer noch der ungelöste Geldwäschevorwurf in Russland. Welchen Weg Cryan beim Konzernumbau geht, ist auch noch nicht klar. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von unter 0,3 ist der Titel günstig bewertet. Derzeit ist die Aktie aber nur für Trader mit Ziel 14,00 Euro ein Kauf. Alle anderen warten ab. Wo es jetzt Chancen bei Bank-Aktien gibt, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Aktionär.

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