Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Es kommt noch schlimmer

Nach dem schlechten Ergebnis beim EZB-Stresstest legte die Aktie der Deutschen Bank im Windschatten des DAX zuletzt wieder zu. Doch jetzt ziehen neue Wolken an der Frankfurter Skyline auf: Ein verschärfter Stresstest des Zentrums Europäischen Wirtschaftsforschung (ZEW) sorgt für Furore.

Mitarbeiter des ZEW haben einen abgewandelten Stresstest für die europäischen Banken durchgeführt. Anders als die EZB orientierten sie sich dabei am Verfahren, das die FED anwendet. Im Fokus steht dabei die Verschuldungsquote, also das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme. Die Ergebnisse sind grauenhaft. Insgesamt fehlen den Eurozonenbanken 123 Milliarden Euro, um eine neue Finanzkrise überleben zu können. Das größte Loch tut sich mit 19 Milliarden Euro ausgerechnet bei der Deutschen Bank auf.

Teufelskreislauf

Theoretisch könnte die Deutsche Bank versuchen, an der Börse neues Geld einzusammeln. Bei einem aktuellen Marktwert von nur noch 17 Milliarden Euro wäre das aber schwierig, wenn nicht unmöglich. Die Kapitalbasis der Bank ist weiterhin gefährdet. Bei neuen Spekulationen würde auch der Aktienkurs weiter leiden.

Nach Zahlen der Bundesbank stiegen im letzten halben Jahr die Einlagen bei deutschen Banken um durchschnittlich 2,8 Prozent. Die Deutsche Bank verlor dagegen ein Prozent ihrer Kundengelder. Experten befürchten, dass Kunden aus Sorge um ihr Geld ihre Ersparnisse abgezogen haben. Noch größere Zweifel an der Solvenz der Deutschen Bank schicken wiederum die Aktie in den Keller. Ein Teufelskreis entsteht.

Alles beim Alten

Niedrigzinsen, Italo-Krise und neue Spekulationen um die Kapitalausstattung der Bank dürften den Kurs noch länger belasten. Solange sich hier nichts grundlegend verbessert, sollten Anleger den Titel meiden


 

Stocks on the Move
 

Autor: Clenow, Andreas
ISBN: 9783864703607
Seiten: 304
Erscheinungsdatum: 20.07.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
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  • cagdas cakmak -
    die sqche hat nur einen haken und dieser ist pervers wie perverser nicht geht und ist ein beweis für das stille werken einer macht die die welt für verschwunden hiehlt.alle diese zahlen die die Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) angibt und 123 mrd euro ausmacht stammt direkt von geldsummen die in eigentümerkonten der banken lagern,das heisst dass die deutsche bank über ein eigentümerkonto verfügt das 19 mrd euro aufweist,ob dasjene koto in der deutschen bank selbst liegt oder extern wäre eine andere frage.so ist jedoch die rechnung überall dieselbe.

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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