Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Bund mit 25 Prozent dabei?

„Wenn es ernst wird, muss man lügen“, sagte einmal EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Demnach ist es bei der Deutschen Bank ernst. Nach Berichten der Zeit arbeitet der Bund aller Dementis zum trotz an einem Notfallplan für das Geldhaus.

Hintergrund für die Spekulationen ist die mögliche Milliardenstrafe aus den USA. Allerdings handle es sich nur um Planspiele, so Insider. Je nach Höhe der Strafe des US-Justizministeriums bräuchte die Bank neues Kapital. Da Cryan über die Börse wahrscheinlich kein Geld einsammeln kann, würde am Ende doch der Staat einspringen.

Panik vermeiden

Nach geltendem EU-Recht müssen bei einer Bankpleite zuerst die Gläubiger der Bank bluten. Neben Aktionären und Anleihehaltern können das auch Sparer mit Einlagen über 100.000 Euro sein. Abgesehen von Zypern 2013 kamen die neuen Regeln aber erst in Italien bei kleineren Banken zur Anwendung. Was im Fall des Falles bei einem Giganten wie der Deutschen Bank passieren würde, weiß keiner.

Die Politik fürchtet anscheinend eine Panik an den Finanzmärkten. Deshalb wäre eine Staatsbeteiligung in Milliardenhöhe als letztes Mittel doch möglich. Im Ernstfall ist eine Beteiligung des Bundes in Höhe von bis zu 25 Prozent an der Bank im Gespräch. Auch wenn das nach 2008 vielen sauer aufstoßen dürfte, könnte Merkel nur so Turbulenzen an den Märkten eindämmen.

Jetzt ist es raus

 

Dass die Politik im Notfall nicht für die Deutsche Bank einsteht, war von Anfang an unglaubwürdig. Zu stark ist die Deutsche Bank nicht nur in Europa vernetzt. Der Schaden für die deutsche Wirtschaft wäre zudem immens. Die Aktien des Konzerns notieren weiterhin unter 11 Euro. Die Unsicherheit bleibt trotz der positiven Nachricht für die Deutsche Bank groß. Anleger meiden den Titel.

 


 

Risiko-Ertrags-Analyse
 

Autor: Blay, Kenneth A. / Markowitz, Harry M.
ISBN: 9783864701795
Seiten: 224
Erscheinungsdatum: 04. April 2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

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Die moderne Portfoliotheorie (MPT) bildet seit über 60 Jahren das Fundament der Finanzanlage. Sie strebt die optimale Zusammenstellung eines Portfolios unter Berücksichtigung des Risikos, des Ertrags und der Anlegerpräferenz an. Im Zuge der Finanzkrise geriet die Theorie unter Beschuss. „Risiko-Ertrags-Analyse“ ist Markowitz’ Antwort auf diese Kritik. Sie soll die „Große Verwirrung“ beseitigen, die seiner Ansicht nach über die Reichweite und die Bedeutung der MPT besteht.

 

 

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