Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: Attacke auf CEO Cryan?

John Cryan hat bei der Deutschen Bank im vergangenen April eine milliardenschwere Kapitalerhöhung durchgeführt und wohl einen Großteil der Rechtsrisiken, die er von seinen Vorgängern geerbt hatte, abgebaut. Doch einigen Großaktionären reicht das nicht, da im ersten Halbjahr 2017 die Erträge der Bank gesunken sind. Nun könnte Cryan noch von anderer Seite unter Druck kommen.

Denn die US-Investmentbank Morgan Stanley hat ihren Anteil an der Deutschen Bank überraschend von 0,47 auf 6,86 Prozent aufgestockt, wie aus einer Pflichtmitteilung der Amerikaner hervorgeht. Dabei hat Morgan Stanley seine Beteiligung über komplexe Finanzprodukte wie Kaufoptionen und Aktienleihegeschäfte ausgebaut. Laut Handelsblatt ist aus Finanzkreisen zu vernehmen, dass Morgan Stanley auf Rechnung von einem oder mehreren Kunden handle. Das würde darauf hindeuten, dass sich ein aktivistischer Investor bei der Deutschen Bank eingekauft haben könnte.

Chance für Anleger

Die Deutsche Bank befindet sich derzeit im Umbruch. Ein aktivistischer Investor könnte den Umbau beschleunigen, was sich für Aktionäre positiv auswirken sollte. Vor allem bei den Kosten besteht noch deutliches Potenzial, das es zu heben gilt.

Mit einem 2018er-KGV von 10 ist die Aktie günstig bewertet. Anleger steigen ein und beachten den Stopp bei 12,50 Euro.

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