Deutsche Bank
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Deutsche Bank: Das bedeutet das Ende

Die Aktie der Deutschen Bank beansprucht dieser Tage einen ganz besonderen Superlativ für sich. Gemeint ist nicht etwa die höchste Zahl an Skandalnachrichten in möglichst kurzer Zeit und Abfolge. Doch ruhmreich ist der Titel dennoch nicht, den sie beansprucht. Deutschlands führendes Geldinstitut ist sprichwörtlich am Ende angelangt. 

Und das sieht so aus: In einer Sache ist Deutschlands größte Bank die klare und (bisher) unangefochtene Nummer eins: Sie ist die verlustträchtigste Aktie im Auswahlindex DAX. Auf Sicht von 12 Monaten hat sie 49 Prozent an Wert verloren. Schlechter schneidet kein anderer Titel im deutschen Börsenbarometer ab. Damit steht sie vermutlich ganz oben auf der Liste der Streichkandidaten in den Fonds-Prospekten. Kaum vorstellbar, dass ein Fondsmanager Lust hat seinen Anlegern zu erklären, warum er so lange an dem Papier festgehalten hat – erst vergangene Woche erreichte die Aktie ein neues Tief. 

Die Gründe für die Misere liegen auf der Hand: Der Deutschen Bank ist es bisher nicht gelungen, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Seit dem Amtsantritt von Christian Sewing im April 2018 – er soll richten, was John Cryan nicht geglückt ist – hat die Bank mit immer neuen Skandalen auf sich aufmerksam gemacht. Zudem fehlt den Marktteilnehmern die Perspektive: Wie will sich die Bank aufstellen, um in Zukunft nicht nur das aktuelle Niveau zu halten, sondern zu wachsen? Analysten sind sich einig: Das Papier bleibt eine Verkaufsposition. Wenngleich keiner ein Kursziel von unter acht Euro ausspricht – es springt auch niemand auf und ruft „Kaufen“. Mit Blick auf das Jahresende müsste schon viel geschehen, damit es dem Institut gelingt die Laterne an den nächstschlechteren weiterzugeben: Covestro liegt mit einem Minus von knapp 42 Prozent immerhin sieben Prozentpunkte besser als die Deutsche Bank. Ruhmreich ist das Abschneiden des Chemiekonzerns damit aber ganz sicher auch nicht.

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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