Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank: „Es ist fürchterlich“

Die Deutsche Bank kommt nicht zur Ruhe. Die mögliche 14-Milliarden-Strafe des US-Justizministeriums beherrscht noch die Schlagzeilen, da legen die USA schon nach. Der Vize-Chef der Einlagen-Sicherung veröffentlichte gestern eine Übersicht zum Verschuldungsgrad von Großbanken. Die Deutsche Bank schneidet schlecht ab.

In einer gestern veröffentlichten Aufstellung über den Verschuldungsgrad internationaler Großbanken landet die Deutsche Bank abgeschlagen auf dem letzten Platz. Obwohl das Geldhaus seit der Finanzkrise seine Bilanz deutlich geschrumpft hat, ist die Verschuldung noch immer zu hoch.

International letzter Platz

Der Verschuldungsgrad setzt das Kernkapital zur Bilanzsumme ins Verhältnis und gilt als wichtige Risikokennzahl. Werte über drei Prozent gelten als Mindeststandard. Die Deutsche Bank kommt nach eigenen Angaben auf 3,4 Prozent. Die globale Konkurrenz erreicht im Durchschnitt 5,45 Prozent, die Amerikaner stehen noch besser da. Hoenig selbst gewichtet bei seinen Berechnungen die Derivate-Positionen der Banken höher. So schätzt er für die Deutsche Bank den Verschuldungsgrad auf 2,68 Prozent, was international der letzte Platz bei den Großbanken ist.

Scharfer Kritiker

Thomas Hoenig, Vize-Präsident der US-Einlagen-Sicherung, gilt als einer der schärfsten Kritiker der Deutschen Bank. In der Vergangenheit fiel er bereits mit negativen Kommentaren zu Deutschlands größter Bank auf: „Es ist schrecklich. Ich meine, sie sind fürchterlich unterkapitalisiert. Sie haben keinen Raum für Fehler“, sagte er bereits 2013 über das Geldhaus.

Finger weg

Die Deutsche Bank ist derzeit von allen Seiten unter Beschuss. John Cryan muss jetzt zeigen, welche Trümpfe er noch im Ärmel hat. Wer die Aktien der Deutschen Bank noch nicht verkauft hat, trennt sich von den Titeln.

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