DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX weiter unter Druck: Absturz bis 8.355 Punkte möglich

Der deutsche Aktienmarkt kommt auch am Dienstag nicht zur Ruhe. Die Börse in Tokio holte den Rutsch in Europa mit heftigen Kursverlusten nach. Die guten Vorgaben von den US-Börsen, die sich im späten Handel von ihren Tiefs erholt hatten, rücken in den Hintergrund.

Anleger rund um den Globus sorgen sich um die Stabilität des Finanzsektors und um das Wirtschaftswachstum. Der Nikkei-225-Index verlor gestern fast 1.000 Punkte und ging mit einem Minus von 5,4 Prozent aus dem Handel. In Japan sind die Renditen auf zehnjährige Staatsanleihen erstmals unter null Prozent gefallen, die Landeswährung Yen rutschte zum US-Dollar ab.

Die Wall Street hat am Montag ihre beschleunigte Talfahrt im späten Handel deutlich gebremst, aber dennoch klar im Minus geschlossen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial ging 1,1 Prozent tiefer bei 16.027 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf war er jedoch um fast zweieinhalb Prozent abgesackt und bis an die Marke von 15.800 Punkten herangerückt.

Am Montag hatte ein erneuter Ausverkauf am deutschen Aktienmarkt den DAX erstmals seit Oktober 2014 unter 9.000 Punkten schließen lassen. Seit Jahresbeginn hat der damit 16,4 Prozent verloren. Gestern erreichte der Leitindex das nächste charttechnische Ziel seiner Abwärtsbewegung bei 8.950 Punkten.Von diesem Niveau aus, könnte eine erste Gegenbewegung starten.

Bleibt eine schnelle Rückeroberung der ehemaligen Unterstützung bei 9.325 Punkten aus, muss mit der dynamischen Fortsetzung der Abwärtsbewegung gerechnet werden. Dann würde die nächste Unterstützung erst bei 8.355 Punkten warten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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    Langfristig sehe ich auf diesem Niveau durchaus Einstiegskurse. Ich habe mit einem Discountzertifakt (10% Discount) auf den Dax zugekauft.
  • Roland Bauer -
    Spricht doch alles für einen Bärenmarkt!! Wer sich dagegen stemmt verliert!Auch wenn es mal ein bißchen nach oben geht 7800 Punkte im Dax kommen 100% nur eine frage der Zeit! Wetten
  • Margin Call -
    An der aktuellen Phase lässt sich gut beobachten, dass die Märkte von (Amateur-)Psychologen gestreut werden. Die Nachrichtenlage hat sich zwar kaum geändert, aber nachdem uns einige Zeit lang erklärt wurde, (sehr) niedrige Ölpreise seien das beste Schmiermittel für die Konjunktur, erzählt man uns nun, dass (sehr, sehr) niedrige Ölpreise im Gegenteil Gift für die Konjunktur wären. Vielleicht sind die Kommentare bzgl. der chinesischen Märkte ehrlicher, wenn sie offen von "Zockern" und ihren Wetten sprechen. Mit welcher Gelassenheit US-Analysten ihre Kaufempfehlungen benennen, lässt evtl. auch den Schluss zu, dass hier schön billig eingekauft wird, bevor die nächste Rally ansteht.

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