DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX vor Stabilisierung? Alles blickt auf Fed-Chefin Yellen

Die Lage am deutschen Aktienmarkt scheint sich am Mittwoch erst einmal etwas zu beruhigen. Die Börsen in Tokio befinden sich zwar weiter auf Talfahrt. Die New Yorker Börsen haben sich dagegen bereits etwas stabilisiert. Besonders im Fokus: die Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Finanzausschuss am Nachmittag deutscher Zeit.

Das Minus im DAX beläuft sich seit Jahresbeginn auf mehr als 17 Prozent. Der schlechteste Auftakt seit Jahrzehnten. Im Vergleich zum Allzeithoch im Mai 2015 notiert der Leitindex 29 Prozent tiefer. Keine Frage, per Definition befinden sich DAX und Co in einem Bärenmarkt.

Wie lange diese Baisse noch anhält und wie tief DAX und Co dabei fallen, ist fraglich. Sicher ist dagegen, dass es in der Vergangenheit auch in einem Bärenmarkt immer wieder kräftige Gegenbewegungen gegeben hat.

Vor diesem Hintergrund blicken die Anleger heute gespannt in die USA. Zweimal im Jahr muss Janet Yellen in ihrer Funktion als Präsidentin der US-Notenbank Fed vor der Regierung Rede und Antwort für ihre Notenbankpolitik stehen. Heute um 16:00 Uhr deutscher Zeit findet dazu ihre halbjährliche Rede vor dem Finanzausschuss des US-Kongress statt, am Donnerstag folgt dann der Bankausschuss des US-Senats. Rückt Yellen dabei spürbar von ihrem Vorhaben ab, viermal im laufenden Jahr den Leitzins zu erhöhen, sollte dies einen positiven Impuls für die Aktienmärkte geben. William Dudley, der einflussreiche Notenbankchef aus New York, hat vor wenigen Tagen bereits ähnliches durchblicken lassen. Allerdings dürfte Yellen im entsprechenden Rahmen deutlich mehr Gehör finden. Bleibt Yellen dagegen bei ihrer bisherigen, undurchsichtigen Linie, droht eine Fortsetzung der Talfahrt.

Gestern schloss der DAX bei 8.879 Punkten. Eine mögliche Gegenbewegung könnte den Leitindex bis in den Bereich um 9.325 Punkten fühen. Bleibt diese Gegenbewegung bis an die ehemalige Unterstützung aus, muss mit der dynamischen Fortsetzung der Abwärtsbewegung gerechnet werden. Dann würde die nächste Unterstützung erst bei 8.355 Punkten warten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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  • Roland Bauer -
    Erst noch mal 8700 dann 9300 Punkte!!

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| Michael Schröder | 0 Kommentare

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