DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX in Lauerstellung: Die Uhr tickt ...

Nach dem schwächeren Vortag legt der DAX am Donnerstag zunächst wieder etwas zu. Die Anleger warten weiter mit Spannung auf den US-Arbeitsmarktbericht am morgigen Freitag. An den aus charttechnischer Sicht wichtigen Marken hat sich nichts geändert.

Der DAX profitiert von freundlichen Impulsen aus den USA und Japan. An der Wall Street war es zwar insgesamt leicht abwärts gegangen. Seit dem Xetra-Schluss legten die Futures jedoch um ein Drittel Prozent zu. In Tokio rückte der Nikkei noch etwas näher an die Marke von 17. 000 Punkten heran.

Die Stimmung in der chinesischen Industrie ist gemischt. Zwei wichtige Frühindikatoren für die Konjunktur zeigten im August in entgegengesetzte Richtungen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex des Statistikamtes im herstellenden Gewerbe, der stärker Staatsunternehmen verfolgt, kletterte unerwartet von 49,9 Punkten im Vormonat auf 50,4, wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking berichtete. Dies ist der höchste Stand seit 2014.
Dagegen fiel der Index des Wirtschaftsmagazins "Caixin", der eher private und mittelständische Unternehmen erfasst, von 50,6 auf 50,0 Punkte und zeigte damit stagnierende Bedingungen. Hier hatten Experten mit einem Rückgang auf 50,1 Zähler gerechnet. Oberhalb der Grenze von 50 Punkten ist von einer Ausweitung der industriellen Tätigkeit auszugehen, darunter von einer Kontraktion.

Wegweisende Impulse, wohin die Reise für DAX und Co letztlich gehen wird, dürften insbesondere neue Wirtschaftsdaten aus den USA liefern. Als besonders wichtig gilt dabei der US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag (14:30 Uhr MESZ) für den Monat August veröffentlicht wird. Diesem kommt große Bedeutung zu, da die US-Notenbank ihr weiteres Handeln vom Gesundheitszustand der US-Wirtschaft und ausdrücklich auch von der Entwicklung des Arbeitsmarktes abhängig macht.

Sollte der DAX im Anschluss nachhaltig unter das Niveau von 10.500 Punkten rutschen, könnte es zu einer ausgeprägten Korrektur in Richtung des Augusttiefs um 10.100 Punkte kommen. Gelingt dem heimischen Leitindex dagegen eine nachhaltige Rückeroberung der Marke von 10.700 Zählern, dürfte im Anschluss das Jahreshoch anvisiert werden. Die Aufwärtsbewegung könnte sich dann sogar bis 11.000 Zähler ausdehnen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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