DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Giftiger Cocktail - Raus aus DAX, rein in Sicherheit!

Die Angst um die italienischen Banken und neue Brexit-Sorgen haben dem DAX am Dienstag stark zugesetzt. Der deutsche Leitindex fiel während des Xetra-Handels zwischenzeitlich auf 9.506 Zähler und damit in Richtung wichtiger Unterstützungen. Der XDAX konnte das Niveau dann nicht mehr verteidigen – heute Morgen geht es weiter gen Süden.

Crash-Gefahr wächst

Sollte der DAX die Marke von 9.500 Zählern nicht schnell zurückerobern können, ist die Gefahr groß, dass die Brexit-Tiefs im Bereich von 9.200 Punkten erneut angelaufen werden. Angesichts der Begleitumstände kann es einen Anleger schon nicht mehr überraschen: Machtvakuum in Großbritannien, Unsicherheit wegen der Brexit-Verhandlungen, schwache Konjunkturdaten (Auftragseingänge der deutschen Industrie stagnieren) und der Crash bei italienischen Banken belasten das Gemüt.

Wird die Unterstützung bei 9.500 nachhaltig unterschritten, wartet die nächste Auffanglinie im Bereich von 9.314/9.338 Punkten. Die dürfte aber dann nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu den Tiefs nach dem britischen EU-Referendum sein. Hier entscheidet sich dann, ob die Bullen noch einmal die Kraft haben, sich gegen den Abwärtstrend zu wehren, oder ob es unter die 9.000 gehen wird. Ein charttechnischer Befreiungsschlag in Form eines Überwindens der 200-Tage-Linie rückt in immer weitere Ferne.

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Das Abstauberlimit bei 9.710 Punkten erwies sich im Nachhinein betrachtet als zu hoch angesetzt. Der Turbo-Long ist bereits am Dienstagabend unter den empfohlenen Stoppkurs (7,35 Euro) gefallen. Mehr zum DAX im täglichen "DAX-Check" bei DER AKTIONÄR TV oder an dieser Stelle.

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