DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX-Check: Frohe Ostern!

Nach dem Rekordquartal zum Jahresstart ist dem DAX zuletzt etwas die Puste ausgegangen. Ob nach Ostern die Rallye weitergeht, ist noch unklar. Die große Triebfeder bleibt der Anlagedruck durch die Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB), die festverzinsliche Anlagen unrentabel macht. Und da haben die ersten Wochen des Jahres gezeigt, was passieren kann.

Seit Jahresanfang ist der DAX dank der Staatsanleihekäufe, mit denen die europäischen Währungshüter Geld in die Finanzmärkte pumpen, von einem Hoch zum nächsten geeilt. Am 16. März stellte der Index bei 12.219,05 Punkten seine bisherige Bestmarke auf. Zum Monatsende blieb er zwar knapp unter der viel beachteten Schwelle von 12.000 Punkten. Mit einem Plus von 22 Prozent für die ersten drei Monate des Jahres schaffte das Börsenbarometer aber die beste Quartalsentwicklung seit 2003.

Kursbewegende Nachrichten sind in der feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche kaum in Sicht. Impulse dürften vom US-Arbeitsmarktbericht für März am morgigen Karfreitag ausgehen, an dem die europäischen Börsen aber geschlossen sind – sie können erst am Dienstag auf die Daten reagieren, während in den USA bereits am Montag wieder gehandelt wird. Ökonomen erwarten bisher für den März einen erneut robusten Beschäftigungsaufbau deutlich über der Marke von 200.000 neuen Stellen. Die überraschend geringe Anzahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unterstützt diese Einschätzung. Dagegen berichtete der Dienstleister ADP für den vergangenen Monat einen überraschend deutlichen Dämpfer für die Entwicklung in der Privatwirtschaft.

Großen Anteil an der künftigen DAX-Entwicklung dürfte der Euro haben. Denn die europäische Einheitswährung hat sich zuletzt wieder etwas stabilisieren können. Experten sind sich einig: Die hohe Korrelation zwischen nachgebendem Euro und steigenden Aktienmärkten macht Sinn. Die Euro-Schwäche ist bei den heimischen Konzernen angekommen. Rund 38 Prozent der Unternehmensergebnisse haben die Erwartungen von Analysten übertroffen - deutlich mehr als im Schlussquartal 2013 und im Durchschnitt der vergangenen neun Quartale. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen: Viele der aktuellen Unternehmensausblicke dürften sich im weiteren Jahresverlauf als zu konservativ zeigen – und nachgebessert werden. Die Pessimisten merken an, dass diese Erwartung bereits größtenteils in den Kursen eingepreist ist.

Am Mittwoch nach US-Börsenschluss eröffnet der Aluminiumkonzern Alcoa traditionell den Zahlenreigen zum abgelaufenen ersten Quartal. Wegen der vielfältigen Verwendung von Aluminium in der Industrie gelten die Resultate des Unternehmens als wichtiger Gradmesser für den Zustand der Konjunktur.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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