DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX: Sonniger Wochenausklang oder griechisches Konjunkturgewitter?

Vor dem Wochenende schwappt eine wahre Datenflut über Analysten und Anleger. Sowohl aus der Eurozone als auch aus den USA werden einigen Konjunkturdaten erwartet. Aus charttechnischer Sicht bleibt beim DAX vorerst alles beim Alten – inklusive der hohen Volatilität.

Im Euroraum dürften vor allem neue Zahlen zur Geld- und Kreditentwicklung im Mittelpunkt stehen. Sie geben Hinweise darauf, ob die im März gestartete EZB-Geldschwemme Wirkung zeigt. In den USA richtet sich die Aufmerksamkeit auf Wachstumszahlen. Wegen des extrem kalten Winters und zahlreicher Hafenstreiks wird erwartet, dass die weltgrößte Volkswirtschaft im ersten Quartal geschrumpft ist. Die US-Notenbank Fed sieht den Rücksetzer bisher als übergangsweise an. Von ihrer Absicht, in diesem Jahr die Zinswende einzuleiten, lässt sie sich noch nicht abbringen.

Was sagt die Charttechnik? „Nach dem Sprung über die obere Begrenzung einer potenziellen „Konsolidierungsflagge“ und den gesamten charttechnischen Widerstandsbereich zwischen 11.620 und 11.750 Punkten am 19. Mai zeigt sich bis dato keinerlei Anschlussmomentum“, so die Experten der DZ Bank. Kurzfristig regiere eine „pull back“-Bewegung, die die damals gerissene Kurslücke bei rund 11.600 Punkten bereits am Mittwoch geschlossen hat. „Solange diese bisher nachhaltig verteidigte Unterstützung auch weiterhin behauptet werden kann, bleibt ein neuer Anlauf nach oben in Richtung des Allzeithochs um 12.390 Punkte auf der Agenda“, lautet das Fazit bei der DZ Bank.

Angesichts der aktuellen Datenlagen und der politischen Unsicherheiten sollten Anleger vor dem Wochenende aber vorerst an der Seitenlinie bleiben. Denn fällt der DAX doch unter die 11.600 zurück, würden die Unterstützungen bei 11.380 und 11.200 Zählern wieder sehr schnell in den Fokus rücken.

(Mit Material von dpa-AFX)

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  • Bernd Voelk -
    Gibt es wirklcih noch jemand, der wegen dem aufgewärmten Thema Grexit sorg? Von "Grexit beherrschbar" bis "Europa ist gefestigter gegenüber Grexit" ist die Rede und dann wird stets das Abtauchen den Dax damit begründet? Die ungelöste Situation ist sicher kein Stabilitätsfaktor, zutreffend. Vielmehr erscheint mir das Thema für "Short - Long-Geschäfte" derjenigen zu taugen, die unseren Dax beherrschen. Das sind ja offensichtlich ausländische Investoren. Das Aufwärstpotenzial des Dax ist begrentzt - da lässt sich mit den massiven Schwankungen zwischen 11.000 und 12.000 Punkten doch deutlich mehr verdienen.

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