DAX
- Maximilian Völkl

DAX: Jetzt droht der freie Fall

Zum Wochenausklang steht der DAX massiv unter Druck. Der anhaltend starke Euro, der Auto-Skandal und der Verfall der Optionen an den internationalen Terminbörsen sorgen für fallende Kurse. Mit dem Rutsch unter die wichtige charttechnische Marke bei 12.316 Punkten wurde ein weiterer Abverkauf gestartet.

Es ist Mario Draghi nicht gelungen, die Märkte zu beruhigen. Der EZB-Präsident konnte mit seinen Aussagen vom Donnerstag den Anlegern die Angst vor einem Ende der ultralockeren Geldpolitik nicht nehmen. Da Fed-Chefin Janet Yellen ihrerseits zuletzt vermittelt hat, dass die Zinsstraffung in den USA nicht zu schnell vorangetrieben wird, setzt der Euro seinen Höhenflug fort. Darunter leidet auch der exportabhängige deutsche Aktienmarkt. Das deutliche Minus der Autobauer nach dem Kartellverdacht sorgt für weitere Verluste.

Heute ist zudem kleiner Verfallstag am Terminmarkt. Das bedeutet: Optionen auf die Indizes sind am Mittag ausgelaufen, am Abend folgen die Einzelwerte mit Fälligkeit Juli. Anders als bei den großen Verfallstagen zum Quartalsende ist aber keine Risikoreduktion durch die Kombination mit Futures möglich. Entsprechend sind kleine Verfallstage häufig sogar unberechenbarer als die großen.

Short aktiviert

Durch den deutlichen Abverkauf sind wichtige charttechnische Marken gerissen. Jetzt droht ein Gap-Close bei 12.091 Punkten. Das Stop-Buy-Limit beim Turbo-Short mit der WKN DD0NJP wurde bei 8,00 Euro aktiviert. Mutige Anleger setzen auf das Korrekturszenario. Der Stopp sollte bei 6,70 Euro platziert werden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

DAX: Alarmstufe Rot

Am deutschen Aktienmarkt dominieren auch zur Wochenmitte die roten Vorzeichen. Nach Handelskrieg und Türkei-Krise sei es der starke Verfall des Chinesischen Yuan, der Anlegern Kopfschmerzen bereite. Inzwischen hat der DAX den langfristigen Aufwärtstrend gebrochen und damit ein neues starkes … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

DAX: "Bloß keine Panik"

Der DAX hat am Montag weitere 0,5 Prozent verloren und bei 12.358 Punkten geschlossen. Die Angst, dass sich die Türkei-Krise den europäischen Bankensektor in Mitleidenschaft ziehen könnte, zieht die wichtigen Aktienmärkte nach unten. Für Joachim Würmeling, Vorstandsmitglied der Deutschen … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

DAX: Wird es jetzt noch schlimmer?

Nach einer sehr schwachen Vorwoche deutet sich für den deutschen Aktienmarkt nun eine weitere eher ungemütliche Börsenwoche an. Denn die türkische Lira hat nach dem Inkrafttreten neuer US-Zölle ihre Talfahrt fortgesetzt. Das Land schlittert immer weiter in die Krise – und könnte andere Staaten mit … mehr