DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX: Aufgepasst, heute ist es soweit!

Geht die Hängepartie im Schuldenstreit in ihre letzte Runde? Heute wird auf höchster Ebene weiter verhandelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatschef François Hollande wollen in Brüssel erneut mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras eine Lösung finden. Nachdem der DAX gestern sogar unter die 11.000-Punkte-Marke gerutscht ist, könnten die Bullen – zumindest kurzfristig – ein Comeback feiern.

Griechenland führt Europa und die Welt an der Nase herum und unsere Börsen laut Robert Halver auf eine "Road to Hell" (ins griechische "Road to Hellas" übersetzt). Wie der Marktexperte der Baader Bank die Lage um Krisenland einschätzt, erfahren Sie sehr ausführlich ab der siebten Minute hier im DAF-Video.

Angesichts der Hängepartie um Griechenlands Schuldentilgung werden Anleger und mittlerweile auch Politiker im nervöser. Seit seinem Hoch Anfang April bei 12.390 Punkten hat der heimische Leitindex inzwischen rund zwölf Prozent an Wert verloren. Ist die Zeit für eine Gegenbewegung gekommen?

Aus charttechnischer Sicht sehen die Experten der DZ Bank zumindest einen Silberstreif am Horizont. „Die kurzfristig „überverkaufte“ Markttechnik zeigt erstmals Wirkung. Auf Basis einer sogenannten „Measured Move“-Projektion der ersten Abwärtswelle von Mitte April bis Anfang Mai an das Reaktionshoch vom 26. Mai stehen aktuell zwar weitere charttechnische Rückschlagsrisiken bis 10.700 Punkte im Raum. Der Index bewegt sich jedoch bereits an der unteren Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrendkanals, so dass mit einer negativen Beschleunigung zunächst nicht gerechnet werden sollte.“ Das bedeute, dass an dieser Stelle ein Abflauen des Angebotsdrucks erwartet werden kann. Ein erstes Zeichen in diese Richtung stelle die gestrige Tageskerze dar, so die Charttechniker.

Gerüchte und Spekulationen werden heute wieder die Richtung beim DAX vorgeben. Doch die Bullen können den Kopf langsam wieder aus dem Sand ziehen. Zumal die Vergangenheit oft gezeigt hat, dass eine überverkaufte Situation sehr schnell in eine dynamische Gegenbewegung umschlagen kann. Anleger, die das Risiko nicht scheuen, können daher mit dem DAX Turbo-Long WKN CC52U1 von der Citigroup gestaffelt im Bereich zwischen 12,50 und 12,00 Euro eine erste, bewusst klein gehaltene Trading-Position, eröffnen. Ein enger Stopp sichert ab.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| DER AKTIONÄR | 6 Kommentare

Prof. Otte zu DAX, Bitcoin, Merkel, AFD, FDP

Professor Max Otte hat 2006 die Finanzkrise vorhergesehen. 2017 warnt er jetzt vor der „Blase Bitcoin“ und noch eindringlicher vor einer gesellschaftlichen „Katastrophe“. Wie Dirk Müller und Silberjunge Schulte kritisiert der Fondsmanager die alte Regierung scharf – und spricht sich für die AfD aus. mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Schicksalswahl 2017 - Rallye oder Crash beim DAX

Die Wahrscheinlichkeit, dass der deutsche Leitindex aus den Bundestagswahlen als Gewinner hervorgeht, ist sehr hoch. Sollte eine faustdicke politische Überraschung aus- und Kanzlerin Angela Merkel im Amt bleiben, rechnet Analyst Michael Heider von Warburg Research mit steigenden Kursen. Denn dann … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

ZEW, Fed, Nordkorea - DAX-Anleger in Lauerstellung

Kurz vor Handelseröffnung notiert der Deutsche Aktienindex nahezu unverändert im Vergleich zum Vortagesschluss (12.559 Punkte). Am Montagnachmittag hatte der DAX deutlich an Schwung verloren, und auch in den USA gaben die Kurse im Handelsverlauf nach. Offensichtlich möchten die Investoren vor der … mehr