VTG
- Andreas Deutsch - Redakteur

Das kaufen die Profis

Die G-Frage hält die Börse in Atem. Müssen die Griechen den Euro verlassen? Markus Elsässer, ehemaliger Top-Manager (unter anderem bei Storck) und jetzt Fondsmanager des ME Special Values, bleibt entspannt. Er sieht derzeit einige gute Kaufgelegenheiten an der Börse.

Denn für Markus Elsässer steht fest: „Die Nullzinsphase bei Festgeld und Anleihen wird lange anhalten. Deswegen muss man jetzt Aktien haben.“ Außerdem halte überall auf der Welt das moderne Zeitalter mit Technologie und Fortschritt Einzug. „Mit Aktien kann man von dieser Entwicklung auf die einfachste Weise profitieren.“ Elsässers drittes Argument für Aktien: „Das Ertragspotenzial der Unternehmen wird immer noch unterschätzt. Bei den starken Aktiengesellschaften werden die Dividendenausschüttungen langfristig weiter steigen.“

„Nicht teuer“

Trotz der sechsjährigen Hausse hält Elsässer immer noch viele Aktien für unterbewertet. „Die Titel sind nicht teuer, sondern sehen nur teuer aus. Die derzeitige Übernahmewelle mit den großen Prämien beweist, dass viele Unternehmen immer noch günstig bewertet sind“, sagt der Fondsmanager. „Deutlich zu günstig sind meiner Meinung nach unter anderem Beiersdorf, Fielmann und VTG.“

Eingestiegen ist Elsässer bei L’Oréal. „Mich überzeugt die Premiumstellung des Kosmetikkonzerns und seine internationale Expansion nach China und Brasilien.“ China ist hinter den USA und Japan inzwischen zum drittgrößten Kosmetikmarkt der Welt aufgestiegen. Im Jahr 2018 werden die Chinesen aller Voraussicht nach 26 Milliarden Dollar für Kosmetik ausgeben – das entspräche einer Vervierfachung innerhalb von zehn Jahren.

Vorsicht bei Bank-Aktien

Die Finger lässt Elsässer von Konglomeraten wie Siemens und General Electric. „Das ist mir zu komplex. Konzerne wie diese haben gegen klar fokussierte Unternehmen im globalen Wettbewerb wenig Chancen.“ Auch Versorger fasst Elsässer nicht an, „weil sie angesichts der politischen Brisanz nicht mehr kaufmännisch führbar sind.“ Banken und Versicherungen meidet der Fondsmanager ebenfalls. „Da gibt es keine greifbaren Assets und das Eigenkapital ist mir zu gering.“


Brett King und seine Vision der Banken der Zukunft

Breaking Banks

Autor: King, Brett
ISBN: 9783864702389
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 04.12.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden

"Disruption" ist der Begriff der Stunde. Neue Technologien krempeln altbewährte Geschäftsmodelle um und lassen Marktführer zu Verlierern werden. So geschehen in der Musikindustrie, bei Büchern und vielem mehr. Kommen jetzt die Banken dran? Bestsellerautor Brett King untersucht, welche Veränderungen auf den Bankensektor zukommen. Seiner Meinung nach wird dieser "in den nächsten zehn Jahren mehr Veränderung sehen als in den letzten hundert." Ob Cloud-Lending, Neo-Banks, FinTech oder Social Banking: King untersucht die Trends und Möglichkeiten und identifiziert Gewinner, Verlierer und Perspektiven.

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