Daimler
- Jochen Kauper - Redakteur

Daimler-Aktie: Jetzt sind gute Nerven gefragt

Die Abwertung der chinesischen Wertung und schwache Zulassungszahlen im Reich der Mitte sorgten bei den Autowerten für starken Abgabedruck. Fakt ist: Die Yuan-Abwertung lässt die deutschen Autohersteller weitgehend ungerührt. Volkswagen, Daimler und BMW, die überwiegend für den chinesischen Markt in China produzieren, erwarten vorerst keine größeren Probleme. Wenn der Wert des Yuan sinkt, fallen zwar die Einnahmen in China geringer aus, wenn man sie in Euro umrechnet. Dafür müssen die Hersteller aber umgerechnet auch weniger für ihre Produktion in dem Land ausgeben.

China - kein Problem!

Die sinkenden Verkaufszahlen sehen Experten derzeit  - noch  - gelassen. Allerdings ist bei den einzelnen Herstellern jetzt ein Umdenken angesagt. „Auch ich bin der Ansicht, dass China weitergeht. Siehe dazu das Papier im Anhang. Allerdings muss man sich neu aufstellen. Einfach nur Fabriken aufmachen war gestern. Jetzt geht es darum, Flexibilität in der Produktion zu zeigen“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut.

Aufholjagd

Fakt ist, dass Daimler weiter aufholt. Im Premium-Bereich ist man drauf und dran, den großen Rivalen BMW zu überholen. BMW liegt beim Absatz nämlich nur noch knapp vor dem Rivalen Mercedes-Benz. Bis Ende Juli legten die Auslieferungen der Münchner zwar um 5,2 Prozent auf 1,08 Millionen Autos der BMW-Kernmarke zu, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Konkurrent Daimler liegt aber mit 1,05 Millionen Autos der Marke Mercedes-Benz nur noch knapp dahinter. Bei den Verkäufen im Monat Juli überholten die Stuttgarter BMW sogar.

 

Gute Aussichten

Es bleibt dabei: DER AKTIONÄR rückt von seiner Einschätzung nicht ab. Das Abstauberlimit bei 78 Euro hat gezogen. Sicher kann durch den Abgabedruck die Aktie noch einige Punkte abgeben. Das alles ändert allerdings nichts an den positiven Aussichten für Daimler. „Wenn die zukünftigen Gewinne ein Maßstab für den Aktienkurs sind, können Daimler Aktionäre sicher sehr beruhigt schlafen“, sagt Autoexperte Dudenhöffer. Fängt sich der Gesamtmarkt, sollte das Papier wieder überproportional zulegen.

 


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