Daimler
- Werner Sperber - Redakteur

Daimler: Kaufen, unbedingt kaufen, sagt ein Analyst

Holger Schmidt, Analyst der Investmentbank Equinet, hofft auf einen Einstieg eines chinesischen Staatskonzerns bei Daimler und bleibt deshalb bei seinem Rat, "Buy" die Aktie des deutschen Fahrzeugkonzerns. Doch so einfach ist die Lage nicht.

Holger Schmidt bezieht sich auf eine Meldung, wonach der chinesische Staatsbetrieb BAIC bei Daimler einsteigen möchte. Wenn BAIC an Daimler beteiligt wäre, würde Daimler einen besseren Zugang zu den Kunden in der Volksrepublik bekommen und die Marktposition dort stärken. Da das Handelsvolumen der Daimler-Aktien hoch ist, könnte BAIC die gewünschten Stücke über die Börse kaufen; Daimler benötige jedenfalls keine Kapitalerhöhung. Vor diesem Hintergrund rät Schmidt weiter mit einem Kursziel von 108 Euro zum "Kaufen" der Anteile.

Probleme in China
Nach einer Untersuchung der Unternehmensberatung EY hat Daimler im zweiten Quartal des laufenden Jahres 16 Prozent der Automobile in China verkauft. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), ist für den chinesischen Markt weniger zuversichtlich als bislang. Aktuell senkte er seine Schätzungen für das laufende Jahr. Zu Jahresbeginn ging der VDA noch von einem Absatz-Plus von sechs Prozent aus, nun sagt Wissmann: "China bleibt auf Kurs, schaltet jedoch einen Gang zurück. Für das gesamte Jahr rechnen wir nun mit einem Plus von maximal vier Prozent auf 19,1 Millionen Pkw."

Professor Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Gründer und Direktor des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen, erwartet angesichts des schwächeren Wachstums und der Börsenturbulenzen für das nächste Jahr sogar einen Rückgang des Autoabsatzes in China. Es sei sogar ein Schrumpfen bereits in diesem Jahr möglich.

Wissmann spricht allerdings auch von stärker als bislang erwarteten Zuwächsen für dieses Jahr auf dem deutschen, dem westeuropäischen und dem nordamerikanischen Markt für die Pkw-Firmen.

Probleme in Brasilien
Was in Deutschland dank des Geldes der Steuerzahler gut war, ist nun auch in Brasilien gut: Statt 1.500 beziehungsweise 15 Prozent der insgesamt 10.000 Mitarbeiter in Sao Bernardo zu kündigen, nimmt Daimler diese bereits ausgesprochenen Entlassungen zurück und kürzt Arbeitszeit und Gehalt aller Angestellten in diesem Nutzfahrzeugwerk um je 20 Prozent. Wie in Deutschland erstatten die brasilianischen Steuerzahler diesen Mitarbeitern die Hälfte dieser Lohnkürzung wieder. Die Regelung gilt von September 2015 bis Mai 2016.

Problem Chartbild
Aufgrund des Kursrutsches wegen der Angst vor einer sich abschwächenden Wirtschaft in China am vergangenen Montag hat sich das Chartbild von Daimler stark verschlechtert. Anleger sollten erst wieder bei dem Konzern einsteigen, wenn sich ein Boden ausgebildet hat und das Chartbild wieder besser ist.


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