Daimler
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Daimler: Batteriezellen für 20 Milliarden gesichert - ist das der Befreiungsschlag?

Der schwäbische Automobilhersteller Daimler hat für seine geplanten Elektromodelle milliardenschwere Vereinbarungen zum Kauf von Batteriezellen abgeschlossen. Die Aktie quittiert die Meldung mit einem Plus von 1,4 Prozent am heutigen Tag. Schafft es Daimler, sich damit aus dem Abwärtstrend zu befreien?

Bis 2030 hat Daimler Aufträge für Batteriezellen im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro vergeben, teilte Daimler heute mit. Bis 2022 wollen die Schwaben ihr gesamtes Pkw-Angebot elektrifizieren neben Plug-in-Hybriden soll es auch mehr als zehn vollelektrische Fahrzeuge der neuen Marke EQ geben. Mercedes-Pkw, Transporter, Lastwagen und Busse werden von Verbrennungsmotoren auf emissionsarme Elektroantriebe umgestellt. In seine Elektro-Flotte will Daimler mehr als zehn Milliarden Euro stecken. Eine weitere Milliarde fließt in die Batterieproduktion.

Mit den Lieferverträgen sind auch Preise fixiert. Die Firma sichert sich so gegen Preissteigerungen ab, denn die Nachfrage nach Batteriezellen von allen großen Autokonzernen weltweit ist so hoch, dass Experten bereits vor Knappheit und zu großer Abhängigkeit von wenigen dominierenden Zellproduzenten warnten.

Aktie im Abwärtstrend

Die Meldung von Daimler ist ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings auch ein erzwungener. Das Investitionsprogramm wird Marge kosten, was der Kurs längst widerspiegelt. Die Aktie bleibt dennoch im Abwärtstrend ist aber bereits an der unteren Begrenzung ihres Trendkanals angekommen, was kurzfristig für eine Erholung sprechen würde. Ein Einstieg drängt sich dennoch nicht auf. Einen neuen technischen Impuls gibt es erst, wenn die Widerstandszone zwischen 47,50 und 50 Euro geknackt wird.

 

 

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