Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Cryan räumt auf: Deutsche Bank rasiert Ex-Vorstände

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat bereits seit dem Jahr 2015 Bonuszahlungen an ehemalige Vorstände gestoppt. Seitdem wurde über weitere Beträge verhandelt. Jetzt ist klar: Die Deutsche Bank hat einen Punktsieg errungen.

Laut Handelsblatt behält der Konzern insgesamt 38,4 Millionen Euro ein. Weitere 31,4 Millionen Euro werden jedoch ausgezahlt. Unter den Ex-Vorständen sind auch die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann, Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Der Vorgang ist ungewöhnlich, da ihnen kein strafbares Verhalten nachgewiesen wurde. Zudem gab es kein Gerichtsverfahren, welches die Betroffen zu einer Zahlung zwingen würde. Immerhin kommt der freiwillige Verzicht aber einem Schuldeingeständnis gleich: Denn durch unsaubere Praktiken und riskante Geschäfte musste die Deutsche Bank alleine in den vergangenen fünf Jahren 15 Milliarden Euro an Strafen berappen.

Cryan zeigt Stärke

Für die Deutsche Bank fällt es nicht ins Gewicht, ob sie knapp 39 Millionen Euro an Boni einspart. Viel mehr geht es um die Symbolik: Unter Vorstandsvorsitzendem John Cryan könnte der lange versprochene Kulturwandel endlich beginnen. Dazu gehört auch das Ende der Geschäftsbeziehung mit bestimmten Kundengruppen und der Rückzug aus mehreren Ländern. Beides Gründe, warum unter anderem der Ertrag im vergangenen Quartal so stark zurückging. Der Ruf der Deutschen Bank bessert sich dadurch aber wohl langfristig.

DER AKTIONÄR glaubt an die nachhaltige Kehrwende bei der Aktie der Deutschen Bank und rät zum Kauf. Das Kursziel liegt bei 25,00 Euro. Ein Stopp sollte bei 12,50 Euro gesetzt werden

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