Heidelberg Zement
- Maximilian Völkl

Crash bei HeidelbergCement – noch gibt es Hoffnung

Knapp zehn Prozent hat die Aktie von HeidelbergCement am Donnerstag nach einer deutlichen Gewinnwarnung verloren. Seit dem Hoch zu Jahresbeginn hat der DAX-Titel damit bereits 40 Prozent verloren. Viele Experten halten den Absturz des Zementriesen nun aber für übertrieben.

Besonders bullish bleibt die US-Investmentbank Goldman Sachs. Analyst Patrick Creuset erklärte zwar, dass seine Gewinnschätzungen aufgrund der neuen Prognose um bis zu sechs Prozent fallen könnten. Er bestätigte seine Einstufung aber auf „Buy“ mit Kursziel 93 Euro. Das Risiko einer Gewinnwarnung sei nach der schwachen Kursentwicklung ohnehin bereits eingepreist gewesen.

Etwas skeptischer ist JPMorgan-Experte Rajesh Patki. Er senkte den fairen Wert auf 74 Euro und beließ die Einstufung auf „Neutral“. Seiner Meinung nach seien die Wachstumserwartungen des Marktes für das Jahr 2019 immer noch zu hoch.

Viele positive Stimmen

Insgesamt bleiben die Bullen auch nach der Gewinnwarnung am Ruder. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg haben elf Experten ihre Einschätzung für HeidelbergCement überarbeitet. Acht davon raten zum Kauf, drei Mal lautet das Votum „Halten“. Im Durchschnitt sehen die Analysten einen fairen Wert von 83,81 Euro – auf dem aktuellen Niveau bedeutet das ein Potenzial von 46 Prozent.

Finger weg

DER AKTIONÄR teilt den Optimismus der Analysten aktuell nicht. Das Chartbild von HeidelbergCement spricht nach dem Absturz klar gegen einen Neueinstieg. Anleger sollten sich an die alte Börsenregel halten und nicht in das fallende Messer greifen.

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