Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Mehr Kunden dank Jogi Löw & Co

Die großen Werbeanstrengungen der Commerzbank zahlen sich zunehmend aus. Deutschlands zweitgrößte Bank konnte in den ersten fünf Monaten 2014 netto 136.000 Privatkunden hinzugewinnen. Hilft die Meldung auch der Aktie auf die Sprünge?

Die Commerzbank investiert seit Ende 2012 massiv in den Ausbau des lange schwächelnden Privatkundengeschäfts. Ziel ist es, bis 2016 eine Million neue Kunden zu gewinnen – 380.000 davon sind geschafft. Damit liege die Bank über den eigenen Plänen, sagte Mandel. Wichtiger Werbeträger des Konzerns sind die Fußball-Weltmeister. In die WM-Kampagne mit den Nationalspielern um Bundestrainer Joachim Löw steckte das Institut zwischen 20 und 25 Millionen Euro. Das habe zu 74.000 Eröffnungen von Girokonten geführt.

Deutliche Steigerung

In den ersten fünf Monaten gewann das Unternehmen 136.000 Privatkunden netto hinzu. Im Vergleichszeitraum 2013 hatte die Commerzbank 66.000 Kunden mehr angelockt als verloren. Das Wachstum bei der Kundezahl komme auch beim Ergebnis an. "Beim Profit war es ein gutes zweites Quartal", sagte Mandel. Genaue Zahlen legt die Bank Anfang August vor.

Fast Verlust gemacht

Trotz elf Millionen Kunden hatte die Sparte seit der Übernahme der Dresdner Bank 2008 nie die Erwartungen erfüllt und war zwischenzeitlich bedrohlich nah an die Verlustzone geraten. Zur neuen Strategie gehört neben den Werbeausgaben auch ein neues Filialkonzept und ein massiver Ausbau des Online-Bankings. Künftig will das Institut etwa mit einem digitalen Haushaltsbuch ihren Kunden einen besseren Überblick über deren Finanzen geben.

Aktie im Minus

Die positive Meldung hilft der Commerzbank-Aktie im frühen Donnerstaghandel nicht. Der Titel notiert um 0,4 Prozent im Minus und fällt auf 10,91 Euro. Die Anleger wissen: Commerzbank-Chef Martin Blessing muss noch mehr liefern als nur ein sehr ordentliches Kundenwachstum. Wie er insgesamt vorankommt, wird man am 7. August sehen, wenn die Commerzbank die Zahlen für das zweite Quartal vorlegt und den Ausblick auf den Rest des Jahres abgibt. DER AKTIONÄR bleibt dabei: Auf dem derzeitigen Niveau ist die Aktie nur eine Halte-Position.

(Mit Material von dpa-AFX)

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