Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Kein Geld für die Bank

Die Commerzbank wird nicht länger Überschussreserven bei der Europäischen Zentralbank parken. Das sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing am Rande einer Konferenz in Frankfurt gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg News. Die Commerzbank-Aktie hält sich nach wie vor weit oberhalb der Unterstützung bei zwölf Euro.

Laut Martin Blessing soll nicht mehr Geld als absolut notwendig bei der EZB hinterlegt werden. Geschäftsbanken müssen bei der EZB ein Minimum an Sicherheiten hinterlegen. Vor Kurzem belief sich diese Wert für Deutschlands Banken auf insgesamt 27,4 Milliarden Euro, schreibt das Handelsblatt. Zusätzlich hatten die deutschen Geldhäuser weitere 31 Milliarden Euro Überschussreserven bei der EZB hinterlegt.

„Ein Experiment“

Blessing bezeichnete die EZB-Entscheidung, den Einlagensatz auf minus 0,1 Prozent zu senken, als Experiment. Das Ergebnis dieses Versuchs würde man erst in ein paar Monaten oder Quartalen sehen, so Blessing.

Stopp bei 11,70 Euro setzen

Die Commerzbank-Aktie notiert am Mittwoch leicht schwächer. Angesichts des starken Kursanstiegs der vergangenen Tage sind Gewinnmitnahmen normal. Der Titel notiert weiter weit oberhalb des kurzfristigen Abwärtstrends. Der Blick geht nun in Richtung 13,95 Euro, wo der nächste markante Widerstand wartet. Sollte er überwunden werden, wäre der Weg frei in Richtung 16 Euro. Trader, die die wochenlange Kursschwäche zum Einstieg genutzt hatten, bleiben dabei und heben den Stoppkurs auf 11,70 Euro an.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank und Commerzbank: Viel zu teuer

Das Referendum in Italien am kommenden Sonntag sorgt an den Märkten für Nervosität. Nicht nur italienische Bankaktien wurden in den vergangen Tagen abverkauft. In Deutschland standen auch die Commerzbank und die Deutsche Bank auf der Abschussliste der Anleger. Egal wie die Abstimmung in Italien … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Ausgestoppt!

Das Referendum in Italien wirft seine Schatten voraus: Am nächsten Sonntag stimmen die Südländer über eine Verfassungsreform ab und damit über die politische Zukunft von Premier Matteo Renzi. Scheitert die Abstimmung, könnte Renzi zurücktreten. Die eurokritische Partei 5-Sterne liegt derzeit in … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Hier winken satte Gewinne

Die Commerzbank erfindet sich gerade neu. Mit den Zahlen zum abgelaufenen Quartal hat CEO Martin Zielke gezeigt, dass die Bank auf einem guten Weg ist. Eine Fusion mit dem Kundengeschäft stehe derzeit nicht auf der Agenda, so Commerzbank-Vorstand Michael Mandel gegenüber dem Handelsblatt. Vielmehr … mehr