Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Der Kampf geht weiter

Bank-Aktien stehen am Dienstag erneut im Fokus. Händler verweisen am Morgen auf den Steuerstreit der Credit Suisse in den USA. Die Schweizer Großbank muss eine Strafe von 2,6 Milliarden Dollar zahlen. Unterdessen kämpft die Aktie der Commerzbank weiter mit der wichtigen Unterstützung bei elf Euro.

Mit der Credit Suisse hat sich erstmals seit zehn Jahren eine Bank zu einem Verbrechen bekannt. Andere Banken wie die UBS hatten die Steuerermittlungen bisher mit einem Vergleich aus der Welt geräumt. Die Credit Suisse soll US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben, wie das amerikanische Justizministerium am Montag in Washington mitteilte.

Rückstellungen gebildet

Die US-Justiz macht verstärkt Jagd auf Steuersünder und hat sich dabei vor allem auf Schweizer Banken eingeschossen. Unter dem Druck der US-Regierung hat die Schweiz ihr Bankgeheimnis durchlöchert. In Medienberichten war bereits über eine Strafe in der Größenordnung spekuliert worden. Die Credit Suisse hat teilweise bereits Rückstellungen wegen der Steuerstreitigkeiten gebildet, was ihr zu Jahresbeginn sogar einen Verlust einbrockte.

Wichtige Unterstützung

Nach der Meldung steht der gesamte Sektor am Dienstag unter Beobachtung. Die Aktie der Commerzbank gewinnt im frühen Handel leicht auf elf Euro. Hier verlaufen eine wichtige Unterstützung sowie die 200-Tage-Linie.

Bärenfalle?

Die charttechnische Situation bei der Commerzbank ist angeschlagen. Der Bruch der Unterstützung bei 11,80 Euro ist normalerweise der Abschluss einer Trendumkehrformation gewesen. Die nächsten Tage werden zeigen, ob es sich dabei nur um eine Bärenfalle handelt oder ob die Aktie dauerhaft schwach bleibt. Sollte die Unterstützung bei elf Euro nicht halten, sollte das Papier schnell Kurs nehmen Richtung zehn Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank und Commerzbank: Viel zu teuer

Das Referendum in Italien am kommenden Sonntag sorgt an den Märkten für Nervosität. Nicht nur italienische Bankaktien wurden in den vergangen Tagen abverkauft. In Deutschland standen auch die Commerzbank und die Deutsche Bank auf der Abschussliste der Anleger. Egal wie die Abstimmung in Italien … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Ausgestoppt!

Das Referendum in Italien wirft seine Schatten voraus: Am nächsten Sonntag stimmen die Südländer über eine Verfassungsreform ab und damit über die politische Zukunft von Premier Matteo Renzi. Scheitert die Abstimmung, könnte Renzi zurücktreten. Die eurokritische Partei 5-Sterne liegt derzeit in … mehr