Commerzbank
- Fabian Strebin - Redakteur

Commerzbank besser als der DAX: Rückenwind dank Draghi und Erfolgen beim Konzern-Umbau

Die Aktie der Commerzbank legt auch heute stärker zu als der DAX. Bereits gestern zeigte das Papier Realtive Stärke. Anleger honorieren derzeit den Fortschritt bei der Umsetzung der „Strategie 4.0“. Auch die EZB sorgt wieder für Fantasie.

Laut Handelsblatt stehen die Rahmenbedingungen für den Personalabbau mittlerweile. Nachdem der Betriebsrat zugestimmt hat, würde die Vereinbarung am 13. Juli unterzeichnet. Für den Sozialplan will die Commerzbank 810 Millionen Euro im zweiten Quartal als Rückstellung buchen, weshalb der Vorstand von einem Verlust ausgeht. Allerdings fällt der Aufwand für das Personal damit 300 Millionen Euro günstiger als gedacht aus. Nach einem anfänglichen Schock, scheinen die Anleger das nun zu schätzen.

Denn somit ist nicht nur die Unsicherheit über weitere Rückstellungen zu diesem Thema raus. Mit dem Rückgang der Mitarbeiter von aktuell mehr als 41.000 auf 36.000 im Jahr 2020 können endlich auch die Kosten sinken. Die Kosten-Ertrags-Quote lag im abgelaufenen Jahr konzernweit bei 84,9 Prozent. Im europäischen Vergleich ist das deutlich zu viel, denn hier kam die Konkurrenz im Schnitt auf nur 68,2 Prozent. Bis 2020 will die Commerzbank selbst einen Wert kleiner als 66 Prozent schaffen.

Auch wenn die EZB jüngste Aussagen von Mario Draghi, die als Einstieg in eine Zinswende gedeutet wurden, zu relativeren versucht: Klar ist, dass die europäische Notenbank nicht ewig in die andere Richtung als die US-Zentralbank gehen kann. Ein höheres Wachstum und bessere Perspektiven für die Konjunktur sprechen für eine baldige Trendumkehr. Die Commerzbank würde als großer Player im deutschen Retailbanking deutlich davon profitieren.

Mommentum nutzen

Bei der Aktie der Commerzbank ist endlich der Knoten geplatzt. Positive News zum Konzernumbau und Rückenwind von der EZB sollten auch weiterhin den Kurs treiben. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,5 und einem KGV von 13 ist der Titel unterbewertet. Wer auf steigende Zinsen in Europa setzen will, folgt der Empfehlung des AKTIONÄR. Das Kursziel beträgt 12,50 Euro, ein Stopp bei 7,00 Euro sichert nach unten ab

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