Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Absturz abgewendet - aber wie lange?

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Commerzbank nach den Zahlen für das zweite Quartal gesenkt. Die Aktie erholt sich am Donnerstag mit dem Gesamtmarkt. Die charttechnische Situation hat sich verbessert. Grund zur Entwarnung gibt es aber nicht.

Credit-Suisse-Analyst Maxence Le Gouvello sieht das Kursziel für die Commerzbank-Aktie nun bei 12,20 Euro nach zuvor 12,54 Euro. Die Einstufung lautet weiter auf „Neutral“. Er habe sich beim Privatkundengeschäft (PC) einen höheren Gewinn erhofft, schrieb Analyst Maxence Le Gouvello in einer Studie vom Donnerstag. Zudem sei der beschleunigte Schuldenabbau bei den Randaktivitäten kostspieliger gewesen als von ihm gedacht. Le Gouvello senkte seine Prognosen für den bereinigten Gewinn je Aktie für die Jahre 2015 und 2016 deutlich.

Auf die 10,79 Euro kommt es an

Unterdessen sieht es charttechnisch schon wieder besser aus für die Commerzbank-Aktie. Allerdings sollten sich die Anleger nicht zu früh freuen, die Kursgewinne vom Donnerstag sind nichts weiter als eine technische Gegenreaktion nach den herben Verlusten vom Vortag. Am Mittwoch war das Papier auf den tiefsten Stand seit vier Wochen abgestürzt. Sollte die Unterstützung bei 10,79 Euro nicht halten, droht ein schnelles Abrutschen auf 10,50 Euro.

Kein Kauf

Auch wenn sich die Situation etwas entspannt hat: Es gibt derzeit spannendere Aktien im Bankensektor als die Commerzbank. Zum Beispiel die Deutsche Bank, bei der DER AKTIONÄR Luft bis 40 Euro sieht. Der Stoppkurs sollte bei 24,50 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


Der Wirtschaftsnobelpreisträger Harry Markowitz bringt Klarheit in das Thema "moderne Portfoliotheorie"

Risiko-Ertrags-Analyse

Autor: Markowitz, Harry M./Blay, Kenneth A.
ISBN: 9783864701795
Seiten: 224
Erscheinungsdatum: 04.04.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und eBook verfügbar

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Die moderne Portfoliotheorie (MPT) bildet seit über 60 Jahren das Fundament der Finanzanlage. Sie strebt die optimale Zusammenstellung eines Portfolios unter Berücksichtigung des Risikos, des Ertrags und der Anlegerpräferenz an. Im Zuge der Finanzkrise geriet die Theorie unter Beschuss. „Risiko-Ertrags-Analyse“ ist Markowitz’ Antwort auf diese Kritik. Sie soll die „Große Verwirrung“ beseitigen, die seiner Ansicht nach über die Reichweite und die Bedeutung der MPT besteht.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Chart-Check Commerzbank: Bald bei 9 Euro?

Schaut man nur auf die ersten beiden Tage von 2017, könnte es ein gutes Jahr für die Aktie der Commerzbank werden. Zielstrebig hat sich der Kurs immer weiter bis kurz an die Marke bei 8,00 Euro geschraubt. Und das dürfte noch nicht alles gewesen sein. Auch die Analysten vom Bankhaus Lampe sehen … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Die Roboter kommen

Die Commerzbank setzt voll auf die Zukunft des Privatkundengeschäfts. „Wir haben bisher ein gutes Jahr 2016 hingelegt – sowohl was die Profitabilität als auch das Wachstum angeht“, sagt Privatkundenchef Michael Mandel gegenüber der DPA. „Ich bin zuversichtlich, dass wir über die bereits gewonnenen … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Luft bis 8,50 Euro

Der Konzern-Umbau bei der Commerzbank läuft auf vollen Touren, ein Filialsterben soll es aber nicht geben, sagt Privatkundenvorstand Michael Mandel gegenüber der DPA. „Ein Netz von etwa 1.000 Filialen halte ich nach wie vor für richtig. Ich will auch, dass wir weiterhin rund 1.000 Filialen haben. … mehr