Commerzbank
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Commerzbank: Zu groß!

Die Commerzbank-Aktie gewinnt am Mittwoch knapp ein Prozent. Morgen wird das Institut die Zahlen für das dritte Quartal bekannt geben (siehe auch: Welche Verluste drohen?). Derweil schreibt die FAZ, die Commerzbank sei immer noch überdimensioniert. Die Finanzpolitiker von CDU und SPD sollten die nicht endenden schlechten Nachrichten rund um das zweitgrößte deutsche Kreditinstitut zum Anlass nehmen, die Perspektiven für die Commerzbank zu prüfen. Die Frage sei, ob die Bank nicht überdimensioniert sei. "Müssten nicht in den 1200 Filialen und in der Frankfurter Zentrale mehr Stellen wegfallen als die 9000 nach der Fusion mit der Dresdner Bank und die in diesem Sommer vereinbarten 3900 von noch 28000 inländischen Arbeitsplätzen?", so die Zeitung.

Wie DER AKTIONÄR hält auch die FAZ die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme für gering: Es sei schwer vorstellbar, dass sich eine Bank im Zeitalter verschärfter Eigenkapitalvorschriften einen Minderheitsanteil von 17 Prozent an einer anderen Bank aufhalse.

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Kapital Vertrauen

Neben vielen Problemen gefällt die vergleichsweise gute Positionierung im Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden. Viele mittelständische Firmen würden der Commerzbank anrechnen, dass sie in den Krisenjahren 2008 und 2009 viele Kredite verlängert (dank staatlicher Unterstützung) hat. Diese Stetigkeit im Kreditgeschäft, die im Gegensatz zu oft beklagter fehlender Verlässlichkeit der Mitbewerber stehe, habe eine Vertrauensbasis für die Commerzbank geschaffen.

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