Commerzbank
- Fabian Strebin - Redakteur

Commerzbank: Jetzt wird saniert

Demnächst wird Commerzbank-CEO Martin Zielke seine neue Strategie präsentieren, mit der er das Geldhaus fit für die Zukunft machen will. Bisher war nur ein Jobabbau in der Mittelstandsbank bekannt. Insiderkreise sprechen nun von deutlich mehr Stellen, die wegfallen könnten.

Schon länger kursieren Überlegungen, die Mittelstandsbank mit ihren fast 6.000 Mitarbeitern auf das Privatkunden-Geschäft und die Investmentbankingsparte aufzuteilen. Im Gespräch waren 1.500 Jobs, die gestrichen werden sollten. Nach Informationen von Reuters stehen aber wohl deutlich mehr Arbeitsplätze auf dem Prüfstand. Nach Branchenkennern könnten auch in der zentralen Verwaltung knapp 2.000 Arbeitnehmer ihren Hut nehmen müssen.

Muss jeder Zehnte gehen?

Gegenüber dem Handelsblatt rechnet ein Insider damit, dass am Ende 5.000 Mitarbeiter gehen müssen. Bei rund 50.000 Angestellten wäre das jeder Zehnte. Der Jobabbau bei der Commerzbank ist leider bitter nötigt. Mit einer Kostenquote von 79,1 Prozent im ersten Halbjahr 2016 ist die Bank im internationalen Vergleich viel zu ineffizient. Wahrscheinlich muss CEO Zielke aber auch im Filialnetz den Rotstift ansetzen. Denn die Kostenquote wird sich nur deutlich senken lassen, wenn die Commerzbank die Anzahl ihrer Niederlassungen schrumpft oder mit der Digitalisierungs-Offensive deutlich mehr Kunden anlockt.

In der Spur

Anders als bei der Deutschen Bank, kann sich das Management bei der Commerzbank voll auf die neue Ausrichtung konzentrieren. Was bisher von den neuen Plänen durchgesickert ist, klingt vielversprechend. Mit einer aktuellen Dividendenrendite von 3,1 Prozent und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von nur 0,3 sind die Titel fundamental günstig bewertet. Mutige greifen weiterhin zu, das Ziel des AKTIONÄR liegt bei 8,00 Euro. Ein Stopp bei 5,20 Euro sichert nach unten ab.


 

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Seiten: 224
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