Commerzbank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank: Faule Kredite sinken - Risiko steigt trotzdem

Die Angst vor weiteren Wertberichtigungen auf Schiffskredite belasten die Commerzbank bereits seit mehreren Monaten. Nun soll dieser Bilanzposten sinken, was sich die Frankfurter allerdings teuer erkaufen müssen.

Denn die Commerzbank übernimmt nun weitere Schiffe von Kreditnehmern, die ihren Schuldendienst nicht mehr leisten konnten. Damit übernimmt der DAX-Konzern erneut das komplette unternehmerische Risiko, erspart sich allerdings weitere drohende Wertberichtigungen für die Kredite dieser Schiffe. Durch diesen Schritt verdoppelt sich die Anzahl der von der Tochter Hanseatic Ship Asset Management betriebenen Schiffe auf acht.

Kreditbestand soll weiter schrumpfen

Von der Schiffsfinanzierung hat sich die Commerzbank bereits 2012 verabschiedet. Nun arbeitet sie sozusagen noch die Altlasten aus den vorangegangenen Jahren ab. Ende September belief sich der Bestand an Schiffskrediten auf 15,7 Milliarden Euro – deutlich weniger als noch zu Jahresbeginn mit mehr als 18 Milliarden Euro. Mehr als ein Viertel davon (4,4 Milliarden Euro) werden allerdings noch als Non-Performing-Loans eingestuft. Ziel des Bankenriesen ist es, den Bestand bis Ende 2016 auf 14,0 Milliarden Euro zu verringern.

Geht die Rallye weiter?

Ob es sich jetzt dennoch lohnt, bei der Commerzbank einzusteigen oder ob aktuell eher andere Bankaktien vorzuziehen sind, erfahren Sie im aktuellen Aktienreport Commerzbank und Co: Europas heißeste Bankaktien.

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