BYD
- Jan Heusinger

BYD erneut mit starken Zahlen – Aktie jetzt kaufen!

BYD verkauft immer weniger Autos. Diese Aussage bezieht sich lediglich auf den Absatz von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Das Geschäft mit Elektroautos hingegen boomt weiterhin, wie die Zahlen für Februar belegen. Auch wenn die Entwicklung vorerst weiter auf die Margen drücken dürfte, bleibt das Investmentszenario intakt.

Der chinesische Autobauer BYD hat einen ordentlichen Jahresstart hingelegt: In den ersten beiden Monaten des Jahres verkaufte das Unternehmen mit 70.753 Autos über drei Prozent mehr als im Vorjahr. Im Februar brachte das Unternehmen 26.833 Fahrzeuge an den Mann und damit 560 mehr als im Vorjahr. Aufgrund der schwächelnden Konjunktur im Reich der Mitte ist selbst das geringe Wachstum zu honorieren.

Wachstumstreiber Elektro

Sorgenkind bleibt allerdings das Geschäft mit klassischen Verbrennermotoren. Bereits zum zweiten Mal in Folge brachen die Verkäufe ein. Zum Vorjahr ist ein Rückgang um 30 Prozent auf 12.404 Einheiten zu verbuchen. Doch die starken Zahlen beim Absatz von Elektroautos machen den Verlust mehr als wett. BYD verkaufte 72 Prozent mehr Elektroflitzer als noch ein Jahr zuvor. Dass die 14.429 Fahrzeuge nur knapp halb so viele sind, wie noch im Januar, sollte aufgrund des traditionell schwachen Februars keine Sorgenfalten auslösen.

Sinkenden Margen

Neben Verbrennern und Elektrofahrzeuge baut BYD zudem eigene Batterien. Auch wenn die Fertigung der Zellen nach Ansicht von DER AKTIONÄR nach wie vor nicht ausreichend im Kurs eingepreist ist, könnte diese in Zukunft zum Problem werden. Denn während Hersteller wie Daimler, BMW und Geely von sinkenden Batteriepreisen profitieren, drücken diese auf die Margen bei BYD. Mit der Ausgliederung der Batteriesparte im Jahr 2022 dürfte der Autobauer dieses Problem aber beheben. Der strategische Schritt zum Spin-Off erscheint sinnvoll, da die Konkurrenz die Kapazitäten massiv ausweitet. Auch BYD hat große Pläne und will die Produktion der Batteriesparte von 16 GWh auf über 60 GWh im Jahr 2020 ausbauen. Zum Vergleich: Der größte Konkurrent CATL will bis 2022 Batteriezellen für 88 GWh fertigen.

Aktie aufsammeln

Bis zur Aufspaltung bleibt es dabei: Die eigene Batterieproduktion ist ein Alleinstellungsmerkmal und ein gigantisches Asset des chinesischen Autobauers. Der Wert und das Potenzial der Sparte sind beim aktuellen Kursniveau nicht eingepreist. Anleger nutzen schwache Tage und sammeln die Aktie im Bereich zwischen 5,00 Euro und 5,35 Euro auf. Stoppkurs: 4,65 Euro.

 

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