Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Breaking News: Gold bricht nach Arbeitsmarktdaten ein

Der Goldpreis bricht am Freitagnachmittag um mehr als ein Prozent ein, nachdem er sich vorher in etwa auf dem Niveau des Vortages bewegt hat. Der Grund: Die Arbeitsmarktdaten in den USA. Zwar stieg die Arbeitslosenquote von 6,5 auf 6,6 Prozent. Doch es wurden mehr Stellen geschaffen, als von Analysten erwartet.

Warum ist dieses Szenario schlecht für Gold? Grundsätzlich müsste eine solche Entwicklung gut sein. Mehr Stellen bedeuten auch mehr Einkommen. Das bedeutet mehr Kaufkraft und zumindest die theoretische Möglichkeit, auch mehr Gold zu kaufen. Doch die Rechnung geht so nicht auf. In Zeiten der ultralockeren Geldpolitik starrt die ganze Welt gebannt auf die US-Notenbank und den schrittweisen Ausstieg aus genau dieser Geldpolitik – Tapering genannt.

Tapering geht weiter

Einige Experten hatten damit gerechnet, dass schwache Arbeitsmarktdaten die FED dazu zwingen würden, dieses Tapering auszusetzen. Sprich: Die US-Notenbank hätte länger frisches Geld in den Markt pumpen müssen, als sie eigentlich vorhatte. Und genau das wiederum würde den Goldpreis stützen. Nach wie vor fürchten die Anleger, die ultralockere Geldpolitik könnte früher oder später zu einem Kaufkraftverlust bei Papiergeld führen. Der wirksamste Schutz dagegen wäre eine Anlage des Vermögens in Gold.

Wenn aber die US-Notenbank Schritt für Schritt aus ihrer lockeren Geldpolitik aussteigt, dann entfallen die Argumente für einen Kauf von Gold. Deshalb steht Gold unter Druck. Um es kurz zu machen: DER AKTIONÄR kann sich dieser Auffassung nicht anschließen. Natürlich ist der Effekt kurzfristig da und einige Spekulanten wurden auf dem falschen Fuß erwischt und mussten ihre Positionen glatt stellen. Das hat den Goldpreis unter Druck gebracht. Doch die US-Nachfrage nach physischem Gold ist für den Goldmarkt kaum noch von Bedeutung. Sie liegt nur noch bei rund sieben Prozent. Die Hauptnachfrage kommt aus China und Indien. Die Bewegung heute dürfte nicht der Beginn einer Trendwende sein, sondern vielmehr das Resultat von Fehlspekulationen an der Comex. Dort hatten offensichtlich einige auf eine Aussetzung von Tapering spekuliert und wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Ein Grund zur Panik besteht nach Ansicht des AKTIONÄRs nicht.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Sehen Sie den Wald vor lauter Bäumen noch?

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Wohl bei keiner anderen Anlageklasse wechselt die Gefühlslage derart schnell wie bei Goldanlegern. Waren sich viele noch vor drei Wochen sicher, Gold werde auf 1.500 Dollar marschieren, überwiegen jetzt wieder die Stimmen, Gold werde auf 1.200 Dollar fallen – … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Zwei Marken, auf die es ankommt

Der Goldpreis konsolidiert. Der Silberpreis konsolidiert. Die Minenaktien konsolidieren. Kurzum: Die abgelaufene Woche war für Goldanleger alles andere als spannend. Dennoch rät Markus Bußler, nicht in Verzweiflung zu verfallen. Aus charttechnischer Sicht ist alles im Lot. Und die Unterstützungen … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Voilà, der goldene Herbst

Der Goldpreis kennt aktuell kein Halten mehr. Auch wenn eine Korrektur längst überfällig ist, schleicht sich der Goldpreis Schritt für Schritt an das Jahreshoch aus dem vergangenen Jahr bei 1.366 Dollar heran. „Eigentlich rechnet jeder mit einer Korrektur“, sagt Markus Bußler. „Doch es ist wie so … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: 2.500 Dollar

Ein halbes Jahr befand sich der Goldpreis in einem nervenaufreibenden Sägezahnmarkt. Anleger haben frustriert das Handtuch geworfen. Doch das letzte Tief bei 1.205 Dollar war auch der Auftakt einer beeindruckenden Rallye an deren Ende der Ausbruch aus der Seitwärtsrange stand. Die Frage: Wie weit … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Der Beginn von einer großen Rallye?

Staunen Sie auch, wie so viele, über die Rallye bei den Edelmetallen? Ich hoffe nicht. Ich weiß gar nicht, wie oft ich geschrieben habe, dass wir ein stärkeres zweites Halbjahr sehen werden. Und seit Mitte Juli befindet sich der Goldpreis im Rallyemodus. Seit Anfang des Jahres kann Gold mehr als 16 … mehr