Borussia Dortmund
- Jochen Kauper - Redakteur

Borussia Dortmund: Neymar-Transferwahnsinn – BVB-Kader muss neu bewertet werden – neues Kursziel

Der Wahnsinn rund um die Transfersummen im Fußballgeschäft erreicht mit dem Neymar-Deal eine neue Dimension. Auch die mögliche Ablösesumme in Höhe von 180 Millionen Euro, die derzeit mit Monaco-Talent Kylian Mbappé in Verbindung gebracht wird, ist an sich schwer nachvollziehbar.
Schon im Jahr 2009 dachten viele Experten, die 94 Millionen Euro für Ronaldo die Real Madrid auf den Tisch legte, wären nicht mehr zu toppen.

Quelle: Statista

Es macht auch keinen Sinn, großartig darüber zu diskutieren ob ein Fußballer so viel Geld wert ist.

Es geht darum, mehr Zuschauer ins Stadion zu holen, mehr vor den Fernseher. Es geht um Quoten, um zukünftige Werbeeinnahmen. Es geht darum Titel zu gewinnen, damit sich die investierten Summen wieder amortisieren.
Bei den 222-Millionen Euro für Neymar stellt sich allerdings die Frage, wie viel andere Vereine bereit wären, für die hochtalentierten Kicker von Borussia Dortmund in Zukunft auf den Tisch zu legen?

Der Kader ist laut Transfermarkt.de derzeit 406 Millionen Euro wert. Neymar würde also mehr als die Hälfte des gesamten BVB-Kaders wert sein wen man so will.
Ousmane Dembélé wird derzeit bei transfermarkt.de mit 33 Millionen Euro geführt. Schlägt der FC Barcelona zu, werden hier sicherlich über Summen von 60 bis 80 Millionen Euro aufgerufen werden. Marco Reus wird aktuell mit 35 Millionen Euro, Julian Weigl mit 25 oder Mo Dahoud mit 15 Millionen Euro.


Auch KPMG sieht Potenzial
Dass der Club und somit auch die Aktie an der Börse nach wie vor unter Wert gehandelt wird, sprich, der Wert des hochtalentierten Kaders nicht ausreichend wieder gegeben wird, zeigt auch eine aktuelle Studie von KPMG. Danach wird der BVB mit 971 Millionen Euro bewertet. An der Börse ist die Borussia aktuell 559 Millionen Euro wert. Kurzum: Viele junge Talente haben immenses Potenzial. Wird einer dieser Kicker in Richtung England oder Frankreich verkauft, werden die Transfersummen weit über dem aktuellen Marktwert liegen. Das AKTIONÄR-Kursziel wird von 7,50 Euro auf 8,50 Euro angehoben.

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