DAX
- Andreas Deutsch - Redakteur

Börsenlegende Jens Ehrhardt: Es könnte übel werden

Klaus Kaldemorgen hat es schon getan, Marc Faber sowieso, auch George Soros und Blackrock-Chef Larry Fink. Nun warnt auch Deutschlands bekanntester Fondsmanager Jens Ehrhardt vor den negativen Folgen eines Handelskriegs für die Börse.

„Wenn Trump querschießt, er mit einem Federstrich den Handel beschränkt und Protektionismus ein Thema wird, könnte gerade Deutschland als Exportland Probleme bekommen“, so Jens Ehrhardt im Interview mit dem Handelsblatt. „Staaten wie USA, Japan oder China sind weit weniger von Exporten abhängig und damit weniger verletzlich.“ Ehrhardts Prognose für diesen Fall: „Dann wäre ein DAX bei 9.000 Punkten möglich.“

Doch Ehrhardt will nicht grundsätzlich schwarz malen. Würden Trumps Entscheidungen nicht schaden, sich Gewinne und Konjunktur gut entwickeln und es zu einer Umschichtung in Aktien kommen, „dann könnte ich mir den DAX bei 13.000 Punkten vorstellen“.

Denn: „Deutsche Aktien sind nicht zu teuer.“

Fink: „Zeit für Käufe war 2009“

Die Maßnahmen des neuen Präsidenten werden seit Wochen heftig diskutiert unter den Börsenexperten. Auffallend ist, wie weit die Meinungen auseinander gehen. Wall-Street-Profi Tony Dwyer, Chefstratege bei Canaccord Genuity, sagt: „Bei einem Crash kaufe ich sofort Aktien.“ Denn: „Man Man sollte nämlich die anziehende Konjunktur nicht vergessen: In Europa sieht es wieder gut aus, auch China entwickelt sich viel versprechend. Weltweit zeigen die geldpolitischen Maßnahmen Wirkung – das gilt insbesondere für die Anleihekäufe der EZB.“

Ganz anderer Meinung ist Blackrock-CEO Larry Fink. „Die Zeit, um Aktien zu kaufen, war 2009, als das Verbrauchervertrauen am Boden lag“, so Fink in einem Interview mit Yahoo Finance. Jetzt sei es ausgesprochen weit oben.

 


 

Börsenerfolg beginnt im Kopf      2. Auflage
 
Autor: Fritsch, Andreas / Vittner, Thomas
ISBN: 9873864700088
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Erscheinungsdatum: 17. 09. 2017
Verlag: Börsenbuchverlag
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