DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX erholt sich - Warten auf Bank of England

Nach dem kräftigen Rücksetzer von rund 10.500 auf 10.090 Punkte gibt es am Donnerstagvormittag überwiegend grüne Vorzeichen am deutschen Aktienmarkt zu sehen. Neben einer technischen Erholung sorgt der Quartalsbericht von Siemens und die einhergehende Anhebung der Gewinnprognose für bessere Stimmung bei den Anlegern. Vor der Zinsentscheidung der britischen Notenbank (13:00 Uhr MEZ) traut sich aber niemand so richtig aus der Reserve. Zudem belasten die jüngsten Daten aus dem Ifo-Institut.

Getrübte Erwartungen

Das Ifo-Wirtschaftsklima für die Eurozone fiel um 1,1 Punkte auf 111,6 Zähler und damit das fünfte Quartal in Folge, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Während die Lage so gut bewertet wird wie seit gut fünf Jahren nicht mehr, verschlechterten sich vor allem die Aussichten. Der Teilindex für die Erwartungen fiel auf den tiefsten Stand seit Ende 2012.

Zinssenkung als Antwort auf Brexit

Die Bank of England (BoE) wird in weniger als zwei Stunden voraussichtlich mit der ersten Zinssenkung seit über acht Jahren auf das Brexit-Votum reagieren. Der Leitzins dürfte nach nahezu einhelliger Einschätzung von Volkswirten um 0,25 Prozentpunkte auf 0,25 Prozent fallen. Während der Finanzkrise im April 2009 hatte die BoE den Leitzins auf den aktuellen Rekordtiefstand von 0,50 Prozent gesenkt. Auf eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms wird die britische Notenbank zunächst wohl noch verzichten.

Erfolgreicher Test

Charttechnisch betrachtet hatte der DAX am Vortag nahezu punktgenau das alte Ausbruchsniveau bei 10.108 Punkten erfolgreich getestet. Nach einem Tief bei 10.092 Zählern drehte der deutsche Leitindex wieder nach oben und schloss bei 10.170 Punkten. Am heutigen Donnerstag folgte die Bestätigung mit einem Sprung über die Marke von 10.200 Zählern. Allerdings riss der Index bei 10.189 Zählern ein Gap auf, das er im Tagesverlauf noch schließen könnte.

dax

Erste Position bei 10.190

Die Entscheidung der BoE dürfte die Märkte nicht sonderlich beeinflussen, es sei denn, sie vollzieht etwas völlig Unerwartetes. Mehr wird es auf die nächsten Daten vom US-Arbeitsmarkt ankommen, die am Freitag veröffentlicht werden. Unter Trading-Gesichtspunkten bietet sich ein Einstieg im DAX an, sobald das Gap bei 10.190 Punkten geschlossen wird. Als passendes Produkt empfiehlt DER AKTIONÄR den Turbo-Long der DZ Bank mit der WKN DGH1CM.

 

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Trumpcare oder Obamacare - D-Day für den DAX!

Nach der Verschiebung der für Donnerstag angesetzten Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über eine Reform des unter Präsident Barack Obama eingeführten Gesundheitssystems präsentiert sich der DAX am Freitag überraschend fest. Schon die Anleger in Japan ließen diese Nachricht links liegen und … mehr
| DER AKTIONÄR | 1 Kommentar

1.000% Wachstum: Auto 2.0 - das sind die Top-Gewinner-Aktien +++ Facebook: Geheimprojekt schürt Fantasie +++ Heißes Gerücht: Weshalb DER AKTIONÄR bullish für diesen Nebenwert ist

Moderne Autos fahren nicht mehr mit Diesel oder Benzin, sondern mit Strom. Und sie fahren im Zweifelsfall selbst. So sieht die nicht mehr allzu ferne automobile Zukunft aus. In der neuen Ausgabe des AKTIONÄR lesen Sie, wie Sie vom Megamarkt Auto 2.0 profitieren können. mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Zittern die Anleger vor Trump, DAX jetzt shorten?

Nach dem Kursrutsch von 12.100 auf 11.850 Punkte kann sich der DAX am Donnerstag weiter über der Marke von 11.900 Zählern behaupten. Einen stärkeren Anstieg verhindert eine wichtige Abstimmung in den USA. Zudem drücken etwas schwächer als erwartet ausgefallene Konsumdaten etwas auf die Stimmung. mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Platzt die Trump-Blase oder holt der DAX nur Luft?

Am deutschen Aktienmarkt geht es den zweiten Tag in Folge kräftiger nach unten. Immer mehr Marktteilnehmer befürchten, dass US-Präsident Donald Trump seine ehrgeizigen Wahlversprechen nicht umsetzen kann. Erschwerend kommt für die deutschen Blue Chips hinzu, dass der Euro weiter an Boden gewinnt. mehr