Boeing
- Maximilian Völkl

Boeing: Ein Fass ohne Boden

Die schlechten Nachrichten für Boeing nehmen kein Ende. Nach den zwei Abstürzen von Maschinen des Typs 737 Max 8 gab es nun erneut Probleme mit einem solchen Flugzeug. Bei einer Notlandung in den USA wegen Triebwerksproblemen gab es zwar keine Verletzten, dennoch zeigt der Vorfall erneut, dass die Probleme tiefer sitzen.

Eine Maschine der Southwest Airlines musste kurz nach dem Start in Orlando wegen der Probleme umdrehen und kehrte sicher zum Flughafen zurück. Seit Mitte März gilt zwar ein Flugverbot für das Modell 737 Max als Passagiermaschine. Amerikanische Fluglinien dürfen die Maschinen aber für Überführungsflüge nutzen. Entsprechend sind nur die Crew-Mitglieder an Bord gewesen.

Laut der US-Luftfahrtbehörde FAA hatte die Notlandung nichts mit der umstrittenen Software zu tun, die als mögliche Ursache für die zwei Flugzeugabstürze gilt. Die Maschine wird nun im Wartungsbereich am Flughafen Orlando untersucht.

Lage bleibt schwierig

Selbst wenn die erneuten Probleme eine andere Ursache haben als die Abstürze: Die Notlandung ist nicht gerade förderlich, um das Vertrauen der Passagiere in Boeing wiederherzustellen. Die Nachfrage nach Flugzeugen bleibt insgesamt zwar groß, das Passagiervolumen wird weiter steigen (siehe Grafik unten). Anleger, die neu einsteigen, sollte aber auf den Wettbewerber Airbus setzen. Investierte Anleger beachten bei Boeing den Stopp bei 270,00 Euro.

Das Passagieraufkommen bleibt hoch

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