BMW
- Jochen Kauper - Redakteur

BMW-Zahlen ohne Esprit – Aktie vor wichtiger Hürde

BMW fährt hinterher
Gegenüber dem großen Rivalen Mercedes verliert BMW weiter an Boden. Daimler verkaufte in den ersten neun Monaten 1,72 Millionen Autos, BMW hingegen „nur“ 1,54 Millionen.

Kritik am Management
Morgan-Stanley-Analyst Harald Hendrikse gehört zu den Kritikern der Münchener. Daimler mache zum Beispiel größere Fortschritte hin zur neuen Autogeneration. BMW dürfte die Risiken aus sinkenden Dieselzulassungen in Europa sowie der Belastung durch fallende Restwerte des Selbstzünders zwar gut managen. Der Konzern sei diesen Risiken aber im Vergleich am stärksten ausgesetzt und das dürfte Druck auf zukünftige Ergebnisse zur Folge haben.

Partner in China?
Hier hat BMW zuletzt seine Fühler nach einem Partner ausgestreckt. Zusammen mit Great Wall will BMW Elektroautos für den wichtigen chinesischen Markt bauen. Im Vorfeld hatten Analysten der Investmentbank Jefferies darauf hingewiesen, dass der Münchner Autobauer einen neuen Partner in China brauche, um seinen Marktanteil im härteren Wettbewerb zu verteidigen. BMW-Partner Brilliance sei lange als reiner Finanzinvestor kritisiert worden, der keinen wirklichen Beitrag zum Erfolg von BMW in China leiste.


BMW erfindet sich neu
BMW hat zuletzt auch gemeldet, sein Forschungs- und Entwicklungszentrum zu erweitern, um letztendlich vom reinen Autobauer zum High-Tech-Unternehmen zu werden.
Die Anstrengungen, die hohen Investitionen und der Wandel vom reinen Autobauer weg zum Mobilitätsanbieter, das gefällt der Börse. Niedrigere Gewinne werden für die nächsten Jahre akzeptiert. Akzeptiert deshalb, weil es um eine gute Marktposition für die Zukunft geht. Die Aktie hat zuletzt deutlich zugelegt. Wird der starke Wiederstand bei 92 Euro genommen, hat das Papier durchaus Potenzial in den Bereich 95 Euro bis 100 Euro. DER AKTIONÄR sieht in der Autobranche allerdings VW derzeit besser aufgestellt. Der Konzern hat sich klar zu E-Mobilität bekannt, wird 20 Milliarden Euro in neue E-Flitzer sowie 50 Milliarden Euro in die Batterieproduktion stecken.

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| Marco Bernegg | 0 Kommentare

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