Bitcoin
- Nikolas Kessler - Redakteur

Bitcoin, Blockchain & Big Data: Ist das Googles nächste Milliarden-Idee?

Der Hype um den Bitcoin ist in den letzten Monaten gemeinsam mit dem Kurs deutlich abgeflaut, doch das Interesse an der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie ist nach wie vor groß. Auch der Internet-Riese Google ist inzwischen in diesem Bereich aktiv geworden und entwickelt eine Art Suchmaschine, um die Blockchains von Bitcoin, Ethereum und Co zu durchleuchten.

Zu diesem Zweck haben die Entwickler die gesamten Blockchains von Bitcoin und Ethereum auf die Big-Data-Plattform BigQuery von Google hochgeladen, um sie anschließend mit dem Google-Tool Blockchain ETL automatisiert untersuchen zu können. Wie Google-Datenanalyst Allen Day im Gespräch mit dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes verriet seien bereits über 500 Projekte mit dem Tool angestoßen worden.

Die Untersuchungen reichen dabei von Preisprognosen für den Bitcoin bis zur Wohlstandsverteilung unter den Ether-Besitzern. Das übergeordnete Ziel sei es aber, Blockchain-Transaktionen transparenter zu machen. So sind Day und sein Team bereits auf „eine ganze Menge autonomer Akteure“ gestoßen, die Kryptowährungen hin und her überweisen. Days Vermutung: Es handelt sich um Bots, die im Auftrag von Kryptobörsen miteinander handeln und die Preise künstlich in die Höhe treiben.

Zudem soll die Analyse mittels Blockchain ETL das wahre Potenzial der Technologie ermitteln – und damit auch, ob sie der aktuellen Begeisterung gerecht werden kann. Aktuell werden dafür weitere Blockchains wie die von Litecoin, ZCash oder Bitcoin Cash bei BigQuery hochgeladen, so Day.

 Parallelen zum Internet

Andere Tech-Riesen wie Amazon oder Microsoft bieten ihren Kunden die Infrastruktur zum Bau und Betrieb von Blockchain sowie den dazugehörigen Anwendungen. Google geht mit seinem Analysetool einen anderen Weg – der stark an die Entwicklung vor über 20 Jahren erinnert: Mit der gleichnamigen Suchmaschine hat Google in den frühen Tagen maßgeblich zur Nutzbarkeit des Internets beigetragen. Ähnliches könnte mit einer Suchmaschine für Blockchains nun erneut gelingen.

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| Marco Bernegg | 0 Kommentare

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