Bitcoin
- Nikolas Kessler - Redakteur

Bitcoin & Co tiefrot – Sinneswandel beim IWF

Gemeinsam mit dem US-Aktienmarkt ist am Mittwoch auch der Kryptomarkt auf Talfahrt gegangen. Auf Sicht von 24 Stunden notieren nahezu allen großen Coins deutlich im Minus. Der Gesamtmarkt hat innerhalb weniger Stunden rund 13 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verloren.

 

Quelle: coin360.io

Während Ripple, Ethereum und Bitcoin Cash jeweils rund zwölf Prozent verlieren, geben die meisten Coins in den Top 10 nach Marktkapitalisierung um knapp zehn Prozent nach. Lediglich der Stablecoin Tether ist gefragt und steigt leicht.

Der Bitcoin als Nummer 1 schlägt sich mit minus vier Prozent etwas besser als der Gesamtmarkt, ist zweitweise aber dennoch unter die Marke von 6.300 Dollar gerutscht. Die Aussicht auf einen zügigen Ausbruch aus der charttechnischen Dreiecksformation hat sich damit eingetrübt.

Die Trading-Position, mit der wir im Musterdepot von bitcoin report Premium auf dieses Kaufsignal und mögliche Anschlussgewinne spekuliert hatte, wird daher nun geschlossen. So bleiben wir handlungsfähig für die wirkliche, große und nachhaltige Rallye, die nur eine Frage der Zeit ist. Die verbliebene, relativ kleine Bitcoin-Position bleibt als langfristiges Basisinvestment bestehen.

 

IWF warnt und fordert Regulierung

Neben dem allgemein schwachen Marktumfeld drückt auch eine neue Warnung des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Stimmung der Krypto-Investoren. Anhaltende starkes Wachstum von Krypto-Assets könnte neue Schwachstellen im internationalen Finanzsystem schaffen, heißt es in einem neuen IWF-Report. Kryptowährungen könnten bei steigender Beliebtheit die Nachfrage nach Zentralbankgeld verringern. Allgemein warnt der IWF auch vor Datenpannen und Cyberangriffen, die gravierende Folgen für die Weltwirtschaft haben können.

Die neuen Äußerungen kann man durchaus als Sinneswandel bezeichnen, bis vor Kurzem hatte man das Thema Kryptowährungen beim IWF nämlich noch recht locker gesehen. Noch vor wenigen Monaten hatte IWF-Chefin Christine Lagarde „kein makro-kritisches Risiko für die Finanzmarktstabilität“ durch Krypto-Assets erkennen können.

In der Diskussion um die Regulierung von Kryptowährungen ist damit spätestens jetzt eine neue Runde eröffnet.

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Autor Nikolas Keßler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

 

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