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- André Fischer - Redakteur

Bayer: Extremrisiko Glyphosat

Bayer, Pharma, 20140428 0825

Das Thema Glyphosat setzt Bayer weiter unter Druck. So machte der Rechtsanwalt Brent Wisner – dieser vertritt den Krebspatienten Dewayne Johnson – jetzt erneut auf die Erkenntnisse aus der Séralini-Studie aufmerksam. Die Erhebung des Molekularbiologen Gilles Éric-Séralini ergab seinerzeit, dass bei den mit gentechnisch veränderten Organismen und Roundup gefütterten Ratten große Tumore 400 Prozent mal häufiger auftraten als bei den normal ernährten Tieren der Kontrollgruppe.

Wichtige Erhebung warnt deutlich

In der Séralini-Studie hieß es: „Wir beobachteten ein auffällig erhöhtes Einsetzen von Brusttumoren allein durch Roundup, und zwar selbst bei der geringsten gegebenen Dosis. Roundup unterbricht nachweislich die Aromatose, die Östrogene synthetisiert, stört aber auch Östrogen- und Androgen-Rezeptoren in Zellen.“

Anwalt weist auf Krebsstudien hin

Gemäß der Aussage von Brent Wisner belegte diese Studie ein Krebsrisiko durch Glyphosat. Der Stoff Glyphosat ist in Roundup enthalten. Darüber hinaus macht Wisner darauf aufmerksam, dass es zum Themenbereich Glyphosat und Krebs insgesamt gut 20 Studien gäbe – fast alle würden ein Risiko anzeigen. Von einem Kauf der Bayer-Aktie ist daher nach wie vor abzuraten.

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