BASF
- DER AKTIONÄR

BASF: Überraschung!

BASF hat gestern überraschend erste Eckdaten für das eben abgelaufene dritte Quartal vorgelegt. Demnach hat das Unternehmen wegen des Verkaufs seiner Erdgashandelsaktivitäten im dritten Quartal einen kräftigen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht. Damit lag der Chemieriese allerdings über den Analystenerwartungen. Die Papiere des DAX-Konzerns legen daher deutlich zu.

Wie BASF am Dienstagabend mitteilte, sackte der Umsatz mit 14,0 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp ein Fünftel ab. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach um 22,5 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro ein. An den Zielen für das laufende Jahr hält der Konzern fest. Der Umsatz dürfte wegen des Verkaufs des Gashandelsgeschäfts "deutlich" zurückgehen. Das operative Ergebnis (Ebit vor Sondereinflüssen) dürfte "leicht" und damit um bis zu zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern bei einem Umsatz von 70,5 Milliarden operativ 6,74 Milliarden Euro verdient. Im dritten Quartal sank der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderposten im Jahresvergleich um 5,4 Prozent.

Details am 27.10.
Verglichen mit dem Vorjahresquartal seien sowohl der Umsatz- als auch der Ergebnisrückgang überwiegend auf den Verkauf des Gashandelsgeschäfts zum 30. September 2015 zurückzuführen, hieß es. Die Ergebnisse der Geschäftsbereiche Performance Products, Functional Materials & Solutions sowie Agricultural Solutions lägen deutlich über den Werten des Vorjahresquartals. Im Zuge eines Tausches hatten die Ludwigshafener ihr Gashandels- und Gasspeichergeschäft an den russischen Energieriesen Gazprom abgegeben. Den vollständigen Quartalsbericht wird der Konzern am 27. Oktober vorlegen.

DAX-Titel bleibt kaufenswert
DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie von BASF zuversichtlich gestimmt. Die Aussichten für den Chemieriesen hellen sich weiter auf, die Bewertung des Qualitätsunternehmens ist noch günstig und das Chartbild attraktiv. Konservative Anleger können weiterhin zugreifen (Stopp:58,00 Euro), Mutige setzen auf ein Derivat.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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