BASF
- Thorsten Küfner - Redakteur

BASF: 84 oder 56 Euro?

An der Aktie von BASF scheiden sich nach wie vor die Geister. Dementsprechend unterscheiden sich die Kursziele für die Antzeilscheine des weltgrößten Chemieproduzenten stark. So bleiben die Experten von Bernstein Research sehr positiv gestimmt, während Kepler die DAX-Titel noch immer für überbewertet hält.

So hat Bernstein-Analyst Jeremy Redenius den fairen Wert für die BASF-Papiere von 87 auf 84 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Redenius reduzierte nach den vorab veröffentlichten Geschäftszahlen und den angekündigten Wertberichtigungen seine Gewinnschätzungen für den Ludwigshafener Chemiekonzern.

„Einer der unattraktivsten Branchenwerte“
Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat BASF auf "Reduce" mit einem Kursziel von 56 Euro belassen. Analyst Christian Faitz betonte, niedrige Rohstoffpreise und ein schwächeres Nachfragewachstum belasteten den Chemiesektor nach wie vor. Die jüngste Gewinnwarnung der BASF zusammen mit hohen Abschreibungen in der Öl- und Gassparte seien ein Weckruf gewesen für all jene, die die Gewinnperspektiven der Ludwigshafener nach wie vor optimistisch beurteilt hätten. Für ihn zählt BASF nun zu den unattraktivsten Branchenwerten.

Bodenbildung abwarten!
DER AKTIONÄR bleibt für den aktuell günstig bewerteten Qualitätstitel BASF grundsätzlich positiv gestimmt. Wegen des sehr trüben Chartbildes und des angeschlagenen Ölpreises sollten Anleger vor einem Einstieg allerdings noch eine klare Bodenbildung abwarten. Wer bereits investiert ist, beachtet den Stopp bei 58,50 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Kursziel gesenkt, trotzdem ein Kauf

Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Aktie des Chemieriesen BASF nach der Brexit-Entscheidung noch einmal genauer analysiert. An der grundsätzlichen Einschätzung der DAX-Titel hat sich bei den Experten zwar nichts geändert, allerdings liegt das neue Kursziel für die BASF-Anteile nun etwas … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Brexit? Keine Panik!

BASF-Vorstandschef Kurt Bock hat mit Bedauern auf das britische Votum für einen EU-Austritt reagiert. Grund zur Panik besteht allerdings nicht. Bock betonte: "Die Entscheidung hat Unsicherheit für Märkte, Unternehmen und Haushalte zur Folge. Es sollte daher im Interesse beider Seiten liegen, … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Anlage-Spezialisten: BASF macht alles richtig

Die Sachkenner des Aktionärsbrief erklären, BASF ergänzt die Produkt-Palette durch den Kauf der deutschen Firma Chemetall für rund 3,4 Milliarden Euro. Die Bewertung mit einem KUV von 4 ist komfortabel. Vorstandsvorsitzender Dr. Kurt Bock zeigt Sinn für Proportionen: Er macht keine Megadeals, … mehr