Barrick Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold, Goldcorp, Newmont & Co: Es ist vollbracht – und jetzt?

Endlich: Der Goldminenindex HUI hat seine Kurslücke (Gap) geschlossen. Am Freitag war es soweit. Der HUI fiel intraday bis unter 225 Punkte. Anschließend zogen die Minenaktien wieder an und konnten sogar im Plus schließen. An und für sich ein gutes Zeichen, doch jetzt muss in den kommenden Tagen eine weitere Erholung folgen.

Das Gap hing in den vergangenen Wochen wie ein Damoklesschwert aus technischer Sicht über dem Chart. Schließlich werden Kurslücken, wenn es sich nicht um Break-away-Gaps handelt, nach den Regeln der Charttechnik früher oder später geschlossen. Von daher war der Rücksetzer aus technischer Sicht sogar gesund. Besonders erfreulich war in diesem Zusammenhang, dass die Minenaktien im Tagesverlauf sogar wieder nach oben drehen und im Plus schließen konnten.

Technischer Schaden
Doch zum Jubeln ist es sicher noch zu früh. Obwohl das Gap jetzt geschlossen ist, wurde bei zahlreichen Einzelcharts – egal ob bei Goldcorp oder auch bei Barrick Gold – ein erheblicher technischer Schaden angerichtet. Mit anderen Worten: Ein Kauf dieser Papiere wäre jetzt eigentlich der bekannte Griff ins fallende Messer, den man tunlichst vermeiden sollte. Von daher sollten Anleger vor einem Einstieg eine Trendwende abwarten. Eine solche Trendwende aber wird nur mit einem steigenden Goldpreis funktionieren.

Das Problem: Noch immer ist die Stimmung für Gold extrem bearish. Ende vergangener Woche hat Goldman Sachs das hausinterne Kursziel von 1.050 Dollar je Unze bis Ende des Jahres bekräftigt. Damit bleibt die US-Bank – obwohl sie den mittelfristigen Ausblick auf 1.200 Dollar angehoben hat – kurzfristig extrem negativ für den Goldpreis. Und andere Großbanken haben in diesen Abgesang auf Gold eingestimmt.

Allerdings – und das sollten Anleger im Hinterkopf behalten – handeln Analysten fast durchgehend prozyklisch. Sprich: Die Analysten, die heute mit besonders negativen Kurszielen glänzen, haben noch vor drei Jahren Kursziele von 2.000 Dollar und mehr für den Goldpreis ausgegeben. Wenn sie damals schon falsch gelegen sind, wieso sollten sie heute richtig liegen?

Der Goldpreis befindet sich in einer äußerst volatilen Seitwärtsbewegung. Eine klare Richtung ist nicht erkennbar. Es ist durchaus vorstellbar, dass der Goldpreis kurzfristig noch einmal unter Druck gerät. Dennoch: Es gibt durchaus gute Gründe, dass sich die Notierung stabilisiert und mittelfristig wieder nach oben strebt. Vor einem Einstieg bei ausgewählten Minenaktien sollte jedoch genau diese Stabilisierung abgewartet werden.

 

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| Tamara Bauer | 0 Kommentare

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