Barrick Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold: Gewinneinbruch! Aber …

Der weltgrößte Goldproduzent Barrick Gold hat im vierten Quartal einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Der bereinigt Nettogewinn lag bei 0,06 Dollar je Aktie, ein Minus von 72,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings war das von Analysten auch so erwartet worden. Beim Umsatz lag der Konzern leicht unter den Analystenschätzungen.

Der Umsatz im Gesamtjahr 2018 lag bei 7,24 Milliarden Dollar, der Free Cash Flow bei 365 Millionen Dollar. Die Goldproduktion lag im Jahr 2018 bei 4,53 Millionen Dollar – das war aber durch die bereits veröffentlichten Vorabzahlen dem Markt bereits bekannt. Die Gesamtkosten lagen bei 806 Dollar je Aktie. Die Kupferproduktion addierte sich auf 383 Millionen Pfund, mit Kosten von 2,82 Dollar je Pfund. Aktueller Kupferpreis: 2,77 Dollar je Pfund.

Eine Menge Zahlen also, die aber insgesamt im Rahmen der Erwartungen gelegen haben. Daher sollten die Zahlen kaum Auswirkungen auf den Kurs haben. Das Problem vieler Analysten: Aktuell ist eine Prognose für das laufende Jahr schwierig. Seit Beginn des Jahres läuft die Integration von Randgold Resources in den Barrick-Konern. Noch ist nicht endgültig entschieden, welche Projekte Barrick behalten und welche verkaufen will. Ganz zu schweigen davon, dass noch kein Kaufpreis für die Projekte aufgerufen worden ist. Die Schulden könnten dadurch nämlich weiter sinken. Immerhin hat Barrick die Schulden auch im abgelaufenen Jahr noch einmal um elf Prozent zurückgefahren. Ende des Jahres hatte Barrick 1,6 Milliarden Dollar in der Kasse.

Die Zahlen selbst dürften nur wenig Bewegung in die Aktie bringen. Die neue Barrick Gold ist mit der alten Barrick aus dem vergangenen Jahr kaum zu vergleichen. Barrick wird heute Nachmittag einen Conference-Call abhalten. Sollten hier schon Details über den Konzernumbau bekannt werden, dann könnte das den Kurs bewegen. Die Zahlen selbst dürften den Kurs kaum Impulse geben. Allerdings dreht der Goldpreis gerade vom Plus ins Minus. Und das könnte dafür sorgen, dass wir bei den Goldminenaktien heute einen verhaltenen Start in den Handel erleben. Das könnte durchaus auch Barrick betreffen.

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