Axel Springer
- Maximilian Völkl

Axel Springer mit Zahlen: Schwacher Ausblick – Rote Laterne

Nach dem erwarteten Ergebnisrückgang im vergangenen Jahr will Axel Springer 2014 den operativen Gewinn wieder erhöhen. 2013 hatte der Ausbau des Digitalgeschäfts die Bilanz des Medienkonzerns belastet. Nun soll das EBITDA wieder im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zulegen. Der Markt reagiert jedoch enttäuscht auf den Ausblick.

Im Vorjahr war der Gewinn um neun Prozent auf 454 Millionen Euro gefallen. Der beeinigte Umsatz stieg hingegen um 2,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr soll dieser nun wieder im mittleren einstelligen Bereich wachsen. Positiv: Trotz des Gewinnrückgangs verkündete Axel Springer derweil eine Dividendenerhöhung um zehn Cent auf 1,80 Euro.

Enttäuschung

Die Axel-Springer-Aktie ist nach den Zahlen am Donnerstag der größte Verlierer im MDAX. Mit dem Ausblick habe der Medienkonzern trotz der erhöhten Dividende für wenig Fantasie gesorgt. Die Commerzbank bestätigte zwar ihre Kaufempfehlung bei einem Kursziel von 48 Euro, Analystin Sonia Rabussier ist vom operativen Ergebnis jedoch enttäuscht. Der Ausblick entspricht derweil ihren Schätzungen. Ebenfalls von Gewinn enttäuscht ist JPMorgan-Analyst Nicolas Dubourg. Er hat jedoch auch einen besseren Ausblick erwartet und belässt sein Votum auf „Neutral“.

Digitales Wachstum

Eine positivere Reaktion auf die Zahlen kommt von der DZ Bank. Analyst Harald Heider empfiehlt die MDAX-Aktie weiterhin zum Kauf bei einem Kursziel von 51,20 Euro. Seiner Meinung nach lagen die Kennziffern im Rahmen der Erwartungen. Vor allem der konsequente Wechsel von den traditionellen Medien hin zum starken Geschäft bei den Digitalen Medien überzeugt den Experten.

Starke Branche

Das zunehmende Wachstum im Online-Bereich ist positiv. Die Aussichten bei Axel Springer stimmen. Dennoch gibt es in der Medienbranche derzeit attraktivere Investments. DER AKTIONÄR bevorzugt die Aktie von ProSiebenSat.1. Nach dem Komplettausstieg der Finanzinvestoren KKR und Permira ist der Konkurrent stärker aufgestellt.

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